Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Umarmen schützt vor Infekten

Aktuelles

Junges Paar umarmt sich auf dem Weihnachtsmarkt.

Einen lieben Menschen in die Arme zu schließen, tut der Seele und der Gesundheit gut.
© arthurhidden - Fotolia

Do. 25. Dezember 2014

Nicht nur an der Feiertagen: Umarmen schützt vor Infekten

Ein Gefühl von Besinnlichkeit und Geborgenheit in der Familie ist das, was sich viele für die Weihnachtszeit wünschen. Dies könnte damit beginnen, einen lieben Menschen in die Arme zu schließen. Dass das nicht nur der Seele, sondern auch der Gesundheit gut tun kann, fanden jetzt Forscher aus den USA heraus.

Anzeige

Eine größere soziale Unterstützung und häufigere Umarmungen können Stress lindern und so die Anfälligkeit für Infektionen verringern. Das ist das Ergebnis einer Studie von Forschern der Carnegie Mellon Universität in Pittsburgh. Dabei zeigte sich, dass das Gefühl von sozialem Rückhalt das Risiko reduzierte, sich mit einem Erkältungsvirus zu infizieren. Das galt besonders dann, wenn die Immunabwehr durch zwischenmenschliche Konflikte geschwächt war. Ein Drittel des Schutzeffekts sei dabei Umarmungen zuzuschreiben, berichtet die Gruppe um den Psychologen Sheldon Cohen im Fachblatt Psychological Science. Wer sich trotzdem angesteckt hat, dem dient ein Paket Geborgenheit quasi als Medizin: Sowohl das Gefühl von sozialer Unterstützung als auch häufigere Umarmungen führten zu milderen Erkältungssymptomen. Das galt, egal ob ein Konflikt in der Luft lag oder nicht.

Nimmt man also eine Person, die einem nahesteht, in die Arme, sei dies eine effektive Möglichkeit, seine Unterstützung zu zeigen, wobei häufigere Umarmungen die negativen Auswirkungen von Stress mildern können, so das Fazit der Forscher. "Der schützende Effekt von Umarmungen könnte direkt mit dem körperlichen Kontakt zusammenhängen, oder indirekt, indem sie auf Nähe und Unterstützung hindeuten", sagt Cohen. Die Forscher hatten für ihre Arbeit 404 gesunde Freiwillige dazu befragt, wie sie ihren sozialen Rückhalt einschätzten, wie häufig sie mit anderen in Konfliktsituationen gerieten und wie häufig sie umarmt wurden. Anschließend wurden die Studienteilnehmer einem Erkältungsvirus ausgesetzt und unter Quarantäne-Bedingungen verfolgt, ob und wie stark die Teilnehmer erkrankten.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Fettleber nicht nur durch Alkohol

Übergewicht und wenig Bewegung sind ebenfalls Risikofaktoren.

Medikamente bringen das Herz aus dem Takt

Einige Wirkstoffe können zu gefährlichen Herzrhythmusstörung führen.

Herzschwäche: Auf das Gewicht achten

Zeigt die Waage plötzlich mehr an, kann das auf eine schlechtere Herzfunktion hinweisen.

Italien erlässt Gesetz zur Impfpflicht

Kinder sollen obligatorisch gegen 12 Infektionskrankheiten geimpft werden.

Schwanger dank Röntgenuntersuchung?

Eine spezielle Untersuchung könnte Paaren mit unerfülltem Kinderwunsch helfen.

Täglich ein Wasser statt Limo hält schlank

Damit lässt sich das Risiko für Übergewicht deutlich reduzieren.

Jeden Tag sterben 3000 Jugendliche

Verkehrsunfall, Selbstmord, Gewalt: Die Ursachen sind sehr oft vermeidbar.

Verhütung mit pflanzlichen Stoffen?

Eine Kombination aus zwei Wirkstoffen ist in der Lage, Spermien auszubremsen.

Europa: Wer trinkt am meisten Alkohol?

Forscher haben eine Übersichtsstudie zum Alkoholkonsum erstellt.

Zink-Tabletten verkürzen Erkältung

Dazu muss das Spurenelement bei den ersten Krankheitszeichen eingenommen werden.

Arthroskopie: Tabu bei Knieproblemen?

Die Operation bringt offenbar keinen Nutzen, hat dafür aber Risiken.

Blutdruck-Werte in Deutschland gesunken

Zwischen Männern und Frauen bestehen jedoch deutliche Unterschiede.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen