Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Allergen-Spuren in der Nahrung

Aktuelles

Junge Frau, blonde Haare, roter Mantel und Mütze, beim Herausnehmen eines Schraubglases aus einem Lebensmittelregal, das Etikett lesend

Ein Blick auf die Zutatenliste verrät Allergikern, ob das Produkt für sie geeignet ist.
© gabe9000c - Fotolia

Mo. 12. Januar 2015

Wann sind "Spuren von Haselnüssen" zu viel?

Wenn Nahrungsmittel bei der Produktion mit starken Allergie-Auslösern wie Haselnüssen oder Fischeiweiß in Berührung gekommen sein könnten, finden sich Hinweise auf diese "Spuren" oft auf dem Etikett. Britische Forscher haben nun untersucht, ab welcher Menge diese Verunreinigungen Allergikern tatsächlich gefährlich werden.

Anzeige

Zwischen 1,6 und 10,1 Milligramm Haselnuss, Erdnuss oder Sellerie reichten bereits, um bei den empfindlichsten Allergikern Symptome auszulösen. Für Fischeiweiß lag der Wert bei 27,3 Milligramm und für gekochte Shrimps etwa 100-mal höher bei 2,5 Gramm, schreiben die Forscher der Manchester University im Fachblatt Journal of Allergy, Asthma and Clinical Immunology. Die Studienleiterin Professor Clare Mills erklärte, dass es sich dabei um die Allergenmenge handelt, die nur bei den zehn Prozent der empfindlichsten Personen zu Reaktionen führt. Diese Daten sollen dazu dienen, die Warnung vor Allergenen in Nahrungsmitteln zu vereinheitlichen und für Allergiker verlässlicher zu machen.

Gehören häufige Allergene zu den Zutaten eines Nahrungsmittels, müssen die Hersteller darauf hinweisen. Angaben zu Verunreinigungen wie "Kann Spuren von Haselnüssen enthalten" oder "Wurde in einem Betrieb hergestellt, der auch Erdnüsse verarbeitet" sind für die Hersteller jedoch keine Pflicht und würden zurzeit nicht einheitlich verwendet, so Mills. Das könne dazu führen, dass Allergiker ihre Nahrungsauswahl unnötig einschränken oder Risiken eingehen, weil unterschiedliche Personen verschiedene Mengen dieser Substanzen vertragen.

An der Studie mit nahmen 436 Menschen teil, die auf Erdnüsse, Haselnüsse, Sellerie, Fisch oder Shrimps allergisch reagieren. Um herauszufinden, ab welcher Menge diese Allergene Probleme bereiten, bekamen die Teilnehmer kleine Dosen ihrer jeweiligen Allergieauslöser zu essen.

RF

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

6 Tipps für die Familienmahlzeit

Gute Stimmung und kein Fernseher: So bleiben Kinder schlank und ernähren sich gesünder.

Risiko durch Tierfutter mit rohem Fleisch

Viele Futterproben sind mit antibiotikaresistenten Keime belastet.

Herzinfarkt-Patienten werden immer älter

Grund dafür ist, dass Risikofaktoren immer besser behandelt werden können.

Neue Medikamente bei akuter Migräne

Aktuell sind zwei neue Substanzklassen in der klinischen Prüfung.

Diese vier Dinge schützen vor Gicht

Vier Risikofaktoren tragen zu einer hohen Harnsäure-Konzentrationen im Blut bei.

Antidepressiva in der Schwangerschaft

Einige Medikamente erhöhen offenbar das Risiko für Gestationsdiabetes.

Forscher tüfteln an neuer Grippeimpfung

Durch die Impfung soll der Körper die Viren schon direkt beim Eindringen bekämpfen.

Strahlung: Schadet 5G der Gesundheit?

Im kommenden Jahr soll das neue Mobilfunknetz 5G in Betrieb gehen.

Elektrofischkatheter gegen Vorhofflimmern

Eine neue Technik verbessert die Behandlung von Herzrythmusstörungen.

Wie Heilpflanzen den Blutdruck senken

Forscher haben einen bislang unbekannten Mechanismus aufgedeckt.

Rotes Fleisch doch kein Risiko?

Fünf aktuelle Studien widerlegen gängige Empfehlungen von Ernährungsexperten.

Weniger Gewicht bessert Diabetes

Um Typ-2-Diabetes in den Griff zu kriegen, lohnen sich auch kleine Veränderungen.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen