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Zwei Fußpaare mit Wintersocken strecken sich einem prasselnden Kaminfeuer entgegen

Im Winter beruhigen sich krampfgeplagte Beinmuskeln meist etwas.
© Elenathewise - Fotolia

Mi. 28. Januar 2015

Nächtliche Wadenkrämpfe im Winter seltener

Krampft sich die Muskulatur von Waden oder Oberschenkeln im Schlaf plötzlich zusammen, ist es mit der Nachtruhe erst einmal vorbei. Eine aktuelle Studie aus Kanada zeigt, dass solche Krämpfe im Sommer häufiger zuschlagen als im Winter.

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Wie Dr. Scott Garrison von der University of Alberta in Edmonton gemeinsam mit Kollegen nachweisen konnte, treten schmerzhafte Muskelkrämpfe in den Beinen im Sommer etwa doppelt so häufig auf wie im Winter. Dies berichten die Forscher in der Fachzeitschrift Canadian Medical Association Journal. Während nächtliche Beinkrämpfe in der kanadischen Provinz British Columbia im Juli ihren Höhepunkt erreichten, durchsuchten Australier vor allem im australischen Hochsommermonat Januar das Internet nach Informationen zu nächtlichen Muskelkrämpfen. Einen saisonalen Effekt bei den Suchanfragen fanden die Forscher dagegen nicht für Rückenschmerzen, Nierensteine, Migräne, Akne oder Panikattacken.

Für ihre Arbeit hatten die Wissenschaftler zum einen die Häufigkeit von Suchanfragen bei der Suchmaschine Google in Nordamerika und Australien unter die Lupe genommen. Darüber hinaus hatten die Wissenschaftler analysiert, wann und wie oft in Kanada Chininsulfat, ein krampflösendes und schmerzlinderndes Mittel, das zur Behandlung von Muskelkrämpfen eingesetzt wird, neu verschrieben wurde. Das chininhaltige Mittel scheint Geplagten eine gewisse Linderung zu verschaffen. Doch Ärzte empfehlen es wegen möglicher Nebenwirkungen oft nur beschränkt. Die Forscher raten Personen, die dieses Mittel zur Vorbeugung nächtlicher Wadenkrämpfe einnehmen, zumindest in den Wintermonaten eine sechsmonatige Chinin-Pause einzulegen.

HH

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