Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Mit Nickerchen gegen Schlafmangel-Folgen

Aktuelles

Mann beim Nickerchen im Liegestuhl, Sonnenhut über dem Gesicht

Siesta-Fans haben es schon immer gewusst: Nickerchen sind gut für die Gesundheit.
© Robert Kneschke - Fotolia

Mi. 11. Februar 2015

Nickerchen gleichen negativen Einfluss von Schlafmangel aus

Diese Studienergebnisse dürften Wind in den Segeln von Siesta-Anhängern sein: Wie französische Forscher herausfanden, lassen sich mit einem kleinen Nickerchen die negativen Auswirkungen von zu wenig Schlaf ausgleichen. Ein kurzer Mittagsschlaf tut demnach dem Immunsystem gut und hilft, Stress zu reduzieren.

Anzeige

Nach einer Nacht, in der Studienteilnehmer nur zwei Stunden geschlafen hatten, konnten die Forscher von der Université Paris Descartes-Sorbonne Paris Cité einen 2,5-fachen Anstieg von Noradrenalin messen. Dies ist ein Hormon und Nervenbotenstoff, der bei Stress eine Rolle spielt und die Herzfrequenz beschleunigt, sowie Blutdruck und Blutzucker erhöht. Hielten die Studienteilnehmer jedoch am Tag nach dem nächtlichen Schlafentzug zwei halbstündige Nickerchen, fanden die Forscher keine Veränderung des Noradrenalin-Pegels.

Daneben maßen die Forscher, dass Schlafmangel auch den Pegel von Interleukin-6 beeinflusste. Dies ist ein Eiweißstoff mit Wirkung gegen Viren. Nach einer zu kurzen Nacht sank dessen Spiegel. Durften die Teilnehmer jedoch kurz schlafen, blieb der Interleukin-6-Pegel auf einem normalen Niveau. Die Forscher schließen daraus, dass kurze Schlafeinheiten auch gut für das Immunsystem seien, wie sie online im Fachblatt Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism schreiben.

Den Forschern zufolge sei dies die erste Studie, die nachweise, dass Nickerchen Biomarker für Neuroendokrinologie und Immunsystem auf einem normalen Pegel halten könnten. Daraus ließen sich praktische Strategien für Menschen mit chronischem Schlafentzug, wie Nacht- oder Schichtarbeiter, entwickeln, so die Forscher.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Virusinfektion könnte Zöliakie auslösen

Forscher finden einen Zusammenhang dieser Art der Gluten-Überempfindlichkeit mit verbreiteten Erregern.

Wechseljahre: Pflaster statt Tabletten?

Bei lokal angewendeten Hormonen treten bestimmte Nebenwirkungen seltener auf.

Neue Nervenzellen durch Arznei-Cocktail

Dadurch könnten sich künftig möglicherweise Hirnschäden reparieren lassen.

So schädlich sind Tabakerhitzer

Für die Lunge sind Tabakerhitzer genauso gefährlich wie herkömmliche Zigaretten.

Stent und OP schützen vor Schlaganfall

Forscher haben untersucht, welche Methode bessere Erfolge zeigt.

Kann ein Magenbypass Diabetes stoppen?

Bei vielen Patienten geht die Zuckerkrankheit nach der Operation zurück.

Selbstmitgefühl tut gut

Wer sich selbst mit positiven Gedanken begegnet, ist entspannter und glücklicher.

Psoriasis-Medikament schützt die Gefäße

Sogenannte Biologika senken auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Fettleibigkeit lässt Krebs-Fälle steigen

Das betrifft auch immer mehr junge Erwachsene, warnen Mediziner.

Ausdauertraining schärft den Verstand

Das gilt auch für junge Menschen, wie eine aktuelle Studie zeigt.

Wer Sport treibt, isst gesünder

Forscher haben einen interessanten Zusammenhang gefunden.

Schlafmangel macht schmerzempfindlich

Wer nicht ausreichend schläft, empfindet Schmerzen sehr viel stärker.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen