Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Mehr Feinstaub rund um rote Ampeln

Aktuelles

Auto und Fahrradfahrer warten an einer roten Ampel

An roten Ampeln atmen Verkehrsteilnehmer die meisten Luftschadstoffe ein.
© Tyler Olson - Fotolia

Sa. 14. Februar 2015

An roten Ampeln atmen Autofahrer die meisten Schadstoffe

Halten, Beschleunigen, erneutes Anhalten: Rote Ampeln verursachen einen ständigen Wechsel der Geschwindigkeiten. Damit steigt auch die Schadstoffmenge in der Luft, die alle Verkehrsteilnehmer einatmen, so die aktuellen Ergebnisse britischer Wissenschaftler.

Anzeige

Dort wo die Autofahrer in der aktuellen Studie nur zwei Prozent der Fahrzeit verbrachten – an Kreuzungen, die durch Ampeln geregelt wurden – waren sie in dieser kurzen Zeit einem Viertel der Gesamtmenge an Luftschadstoffen ausgesetzt. Grund dafür ist vermutlich die wechselnde Fahrweise, die insbesondere bei Kreuzungen auftritt, die durch Ampeln geregelt werden. Vor einer roten Ampel werde abgebremst und gestoppt, springe die Ampel auf Grün um, werde Gas gegeben, um schnell weiter zu kommen, erläutern Dr. Prashant Kumar und Kollegen von der University of Surrey. Dies führe dazu, dass die Konzentration der Nanopartikel in der Spitze Werte erreiche, die 29-mal höher liegen als unter Bedingungen, bei denen der Verkehr frei fließen kann.

"Der beste Weg, um sich möglichst wenigen Schadstoffen auszusetzen, ist die Fenster geschlossen zu halten und die Lüftung auszuschalten", sagt Kumar. Außerdem sei es empfehlenswert, den Abstand zum Vordermann etwas größer zu halten. Fahrer, deren Autos vor einer Ampel dicht an dicht stehen, seien Abgasen stärker ausgesetzt, so der Forscher. Fußgängern, die regelmäßig vielbefahrene Kreuzungen überqueren, rät er, über alternative Wege nachzudenken, auf denen weniger Ampelkreuzungen liegen. Kumar zufolge verbringen britische Pendler im Schnitt täglich eineinhalb Stunden hinter dem Steuer. Um herauszufinden, wo die Belastung mit Luftschadstoffen am größten ist, hatten die Wissenschaftler Schadstoffmengen an verschiedenen Streckenabschnitten gemessen.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Gängige Pille drückt die Stimmung

Eine der häufigsten Wirkstoffkombinationen zur Verhütung scheint die Lebensqualität zu senken.

Herzinfarktform, die eher Jüngere betrifft

Die spontane Koronardissektion tritt häufiger bei Frauen auf.

Ständig laufende Nase durch dreckige Luft

US-Forscher zeigen, welche Prozesse Feinstaub in Nase und Nebenhöhlen auslöst.

Viele Kinder schlafen im Bett der Eltern

Nicht nur Babys: Das setzt sich teilweise bis ins Teenager-Alter fort.

Migräne: Welche Rolle spielt das Gewicht?

Forscher haben analysiert, ob Unter- oder Übergewicht das Risiko erhöht.

Frische Früchte beugen Diabetes vor

Auch Diabetiker profitieren, wenn sie regelmäßig Obst essen.

Vor dem Sport essen oder nicht?

Wer abnehmen möchte, verzichtet vor dem Training besser auf eine Mahlzeit.

Virus führt zu Gluten-Unverträglichkeit

Ein bisher für harmlos gehaltenes Virus könnte die Autoimmunkrankheit Zöliakie auslösen.

Antibiotikum hilft bei Ängsten

Der Wirkstoff Doxycyclin beeinflusst das emotionale Gedächtnis.

Wie Kalium den Blutdruck senkt

Die normale westliche Ernährung mit viel Salz treibt den Blutdruck eher hoch.

FSME-Infektion nach Rohmilch-Verzehr

Nicht nur Zecken, auch infizierte Nahrungsmittel können das Virus übertragen.

Was bei Schlafmangel im Gehirn passiert

Im Gehirn laufen messbare Veränderungen ab, wie deutsche Forscher feststellten.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Anzeige

Verstehen Sie Ihren TV-Ton noch gut?

Sivantos HörgeräteErleben Sie mit der Hörgeräte-Weltneuheit Ihren TV-Ton, Musik und Telefonate direkt in Ihren Hörgeräten in bester Stereoqualität.

Lesen Sie hier mehr!

Anzeige

Service

Zum NAI-Gewinnspiel Zum NAI-Portal

Themenspecial: Besser hören

Frau mit Hut im GrünenIm Themenspecial Besser hören nennt aponet.de die besten Tipps und viel Wissenswertes, wie sich Tinnitus und Hörschäden vermeiden lassen und wie man ein schlechtes Gehör ausgleichen kann.

Alle weiteren Specials in der Übersicht finden Sie hier.

Wissen

Arzneimitteldatenbank

Informationen zu Arzneimitteln, Beschwerden oder Wirkstoffen.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen