Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Hitzewallungen bleiben oft jahrelang

Aktuelles

Attraktive Frau Mitte/Ende 50, schluterlange graue Haare, grauer Rollkragenpullover, schaut lächelnd in die Kamera

Wechseljahrsbeschwerden können sich nach der letzten Regel noch über Jahre hinziehen.
© auremar - Fotolia

Di. 17. Februar 2015

Wechseljahrsbeschwerden dauern oft mehr als sieben Jahre an

Hitzewallungen und Schweißausbrüche zählen zu den Begleiterscheinungen der Wechseljahre. Doch obwohl viele Frauen darunter leiden, ist wenig darüber bekannt, wie lange die Beschwerden tatsächlich andauern. Dieser Wissenslücke haben sich jetzt Forscher aus den USA angenommen.

Anzeige

Viele Frauen leiden nach den Wechseljahren mehr als sieben Jahre unter Beschwerden wie Hitzewallungen und nächtlichen Schweißausbrüchen. Zu diesem Ergebnis kam ein Team US-amerikanischer Forscher, das Daten von fast 1.500 Frauen, die sich im Übergang zu den Wechseljahren befanden, ausgewertet hatte. Der Median, ein statistischer Mittelwert, lag für die Gesamtdauer der Beschwerden bei 7,4 Jahren, berichten die Forscher in der Fachzeitschrift JAMA Internal Medicine. Frauen, bei denen solche Symptome schon vor dem letzten Eisprung häufig auftraten oder schon früh um die Menopause herum, litten am längsten unter Hitzewallungen und Nachtschweiß. Der Median für die Gesamtdauer betrug bei ihnen über 11,8 Jahre. Nach der letzten Menstruation zogen sich die Symptome bei ihnen noch über durchschnittlich 9,4 Jahre hin. Am kürzesten hatten Frauen damit zu tun, wenn die Beschwerden erst nach dem letzten Eisprung einsetzten. Hier lag der Mittelwert bei 3,4 Jahren.

Noch weitere Faktoren standen mit einer längeren Wechseljahresbeschwerden in Zusammenhang, so die Forscher, zum Beispiel ein jüngeres Alter, mehr Stress, eine besondere Feinfühligkeit gegenüber den Beschwerden oder Anzeichen von Depressivität oder Ängsten zum Zeitpunkt der ersten Beschwerden. Ließe sich abschätzen, ob die Wechseljahresbeschwerden einer Frau eher kurz ausfallen oder ob sie sich auf eine lange Durststrecke einstellen muss, könnte dies die Entscheidung für oder gegen eine Therapie beeinflussen. Der Mittelwert von 7,4 Jahren deute zudem auf die Grenzen einer kurzzeitigen Hormontherapie hin, so die Forscher. Vielmehr sei es nötig, an sicheren langfristigen Therapiemöglichkeiten für Wechseljahresbeschwerden zu forschen.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Färbetablette hilft bei Darmkrebs-Diagnose

Durch die Tablette werden Polypen bei einer Darmspiegelung besser erkannt.

Die Geheimnisse der Darmflora

Forscher haben untersucht, welche Faktoren sich auf die Vielfalt der Darmbakterien auswirken.

Durchfall: E.coli trifft Blutgruppe A stärker

Der Durchfallkeim ist für einige Menschen gefährlicher als für andere.

Fisch schützt vor Herzkrankheiten

Arten, die reich an Omega-3-Fettsäuren sind, stehen am besten zweimal pro Woche auf dem Tisch.

Ehe: Streit schadet der Gesundheit

Spannungen mit dem Partner wirken sich negativ auf die Gesundheit aus.

Depression häufig bei Hashimoto

Depressionen und Angst können mit einer Erkrankung der Schilddrüse zusammenhängen.

Darm: Joghurt dämpft Entzündungen

Möglicherweise könnte dieser Effekt helfen, Darm-Erkrankungen vorzubeugen.

Antibiotika verändern, wie Impfungen wirken

Die Medikamente greifen offenbar in den Aufbau der Immunabwehr ein.

Ingwer lindert Erbrechen bei Kindern

Eine Studie zeigt einen guten Effekt der asiatischen Wurzel bei Magen-Darm-Infekt.

Darmflora mischt bei Arteriosklerose mit

Bestimmte Darmbakterien sind offenbar an der Entstehung der Arterienverkalkung beteiligt.

Kohlenhydrate bei Diabetes minimieren?

Forscher haben einen alten Ansatz für die Therapie von Typ 1-Diabetes aufgegriffen.

Fast Food mindert die Fruchtbarkeit

Frauen, die oft Burger & Co essen, brauchen offenbar länger, um schwanger zu werden.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Anzeige

Typ 2 Diabetes: Umfrage zu Risiken

Sie sind an Typ 2 Diabetes erkrankt? Was wissen Sie über Ihr Herzrisiko? Das will die International Diabetes Federation (IDF) in einer groß angelegten, globalen Umfrage herausfinden. Jetzt teilnehmen!
Mehr erfahren

Anzeige

Service

Zum NAI-Gewinnspiel Zum NAI-Portal

Themenspecial: Diabetes

Frau mit Hut im GrünenIm Themenspecial Diabetes lesen Sie aponet.de viel Wissenswertes rund um die Behandlung von Diabetes: Viele Informationen, Checklisten, Selbsttests und eine Umfrage speziell für Typ-2-Diabetiker.

Alle weiteren Specials in der Übersicht finden Sie hier.

Wissen

Arzneimitteldatenbank

Informationen zu Arzneimitteln, Beschwerden oder Wirkstoffen.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen