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Junges Teenagermädchen, ca 14, langer blonder Pferdeschwanz, im Gespräch mit jüngerer Ärztin

Eine Impfung gegen humane Papillomaviren (HPV) hilft, Gebärmutterhalskrebs vorzubeugen. Die Ständige Impfkommission empfiehlt sie für Mädchen zwischen neun und 14 Jahren.
© Oksana Kuzmina - fotolia

Sa. 21. Februar 2015

Neuer 9-fach-Impfstoff: Noch wirksamer gegen HPV

Die Ständige Impfkommission empfiehlt für Mädchen zwischen neun und 14 Jahren eine Impfung gegen humane Papillomaviren (HPV), um Gebärmutterhalskrebs vorzubeugen. Derzeit wirken Impfstoffe gegen maximal vier HPV-Untertypen. Jetzt haben Forscher einen noch breiter wirkenden 9-fach-Impfstoff entwickelt und getestet.

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Der 9-fach-Impfstoff gegen HPV-Infektionen hat das Potenzial, 90 Prozent aller Erkrankungen, die durch das humane Papillomavirus ausgelöst werden, zu verhindern. Dieses Fazit zieht das Team internationaler Forscher aus ihrer Studie mit mehr als 14.000 jungen Frauen im Alter zwischen 16 und 26 Jahren. Der Wirkstoff wirke nicht nur genauso gut gegen die Untertypen HPV 16 und 18, die häufigsten Hochrisiko-Typen, sowie HPV 6 und 11, die häufigsten Erreger von Genitalwarzen, sondern zusätzlich auch gegen die krebsauslösenden Untertypen HPV 31, 33, 45, 52 und 58, berichten die Forscher im Fachblatt New England Journal of Medicine.

Angesichts der Tatsache, dass mittlerweile über hundert HPV-Untertypen identifiziert wurden, erscheint diese Zahl vielleicht klein. Doch sei zu bedenken, dass allein neun HPV-Subtypen für rund 85 Prozent der Krebsvorstufen am Gebärmutterhals verantwortlich seien, so die Forscher. Mit dem neuen, hochwirksamen Impfstoff sei es nun möglich, diese zu einem überwiegenden Teil zu verhindern. Insgesamt sei der neue Impfstoff bei Gebärmutterhalskrebs um 20 Prozent wirksamer als der bisherige 4-fach-Impfstoff, bei den Vorstufen von Gebärmutterhalskrebs sogar bis zu 30 Prozent und bei den anderen Krebsarten, zum Beispiel einem Vaginal- oder Analkarzinom, um fünf bis 15 Prozent. Dies sei "ein Meilenstein in der Erforschung von Krebserkrankungen im Zusammenhang mit dem humanen Papillomavirus", heißt es in einem Editorial zur Studie.

Humane Papillomviren (HPV) infizieren Epithelzellen der Haut und der Schleimhäute und können ein tumorartiges Wachstum verursachen. Einige dieser Viren entwickeln auch bösartige Tumore, besonders den Gebärmutterhalskrebs bei Frauen. Aber auch Männer können durch HPV-Infektionen an Krebs erkranken.

HH

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