Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Beugen Erdnüsse einer Allergie vor?

Aktuelles

Nahaufnahme einer ungeschälten Erdnuss

Besteht bei einem Kleinkind das Risiko für eine Erdnussallergie, raten Experten derzeit, keinerlei Produkte mit Erdnüssen zu essen.
© Fontanis - Fotolia

Di. 24. Februar 2015

Beugen Erdnüsse einer Erdnussallergie vor?

Besteht bei einem Kleinkind die Gefahr einer Erdnussallergie, raten Experten derzeit, den Allergieauslöser strikt zu meiden. Das könnte sich vielleicht bald ändern. Einer aktuellen britischen Studie zufolge könnte gerade der frühe Kontakt mit Erdnüssen einen schützenden Effekt haben.

Anzeige

Hatten Kinder im Alter zwischen vier und elf Monaten, bei denen ein erhöhtes Risiko für eine Erdnussallergie vermutet wurde, bis zu ihrem fünften Lebensjahr häufig Nahrungsmittel mit Erdnüssen verzehrt, zeigte sich bei vielen ein Art Schutzeffekt. Nur etwa drei Prozent entwickelten eine Erdnussallergie im Vergleich zu rund 17 Prozent der Kinder einer Vergleichsgruppe, die keinen Kontakt zu Erdnüssen gehabt hatten. Das Auftreten einer Erdnussallergie liege damit um mehr als 80 Prozent niedriger, berichten Wissenschaftler um Professor Gideon Lack vom King’s College London in der Fachzeitschrift New England Journal of Medicine.

Ihre Studie stelle die Empfehlung, im ersten Lebensjahr bewusst auf erdnusshaltige Lebensmittel zu verzichten, infrage, so die Forscher. In einem nächsten Schritt wollen die Wissenschaftler untersuchen, ob der Schutzeffekt auch dann noch erhalten bleibt, wenn Kinder mit frühem Erdnuss-Kontakt nach dem fünften Lebensjahr ein Jahr lang keine Erdnüsse mehr essen. So vielversprechend die Ergebnisse sind, experimentieren Eltern jedoch besser nicht im Alleingang. "Eltern von Babys und Kleinkindern mit Hautausschlag oder einer Hühnerei-Allergie sollten einen Allergologen, Kinderarzt oder Allgemeinarzt konsultieren, bevor sie ihrem Nachwuchs erdnusshaltige Nahrungsmittel vorsetzten", rät Lack.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Erziehung beeinflusst Kinder mehr als Gene

Die Eltern haben einen großen Einfluss auf das soziale Verhalten ihrer Kinder.

Sport kurbelt den Stoffwechsel an

Dieser Effekt hält sogar mehrere Tage an, wie eine aktuelle Studie zeigt.

Vorhofflimmern durch zu viel Salz?

Zu viel Salz im Essen erhöht nicht nur den Blutdruck, wie eine neue Studie zeigt.

Warum Patienten ihren Arzt anlügen

Viele Patienten wollen, dass ihr Arzt eine gute Meinung von ihnen hat.

Kampf gegen HIV noch lange nicht am Ende

Der Kampf gegen HIV verläuft in Europa nicht ganz so erfolgreich, wie geplant.

Mehr ADHS-Diagnosen bei Sommer-Kindern

Ein zu früher Schulstart führt bei Kindern häufig zu ADHS-Fehldiagnosen.

E-Zigaretten: Werbung verführt zum Rauchen

Werbeplakate und Fernsehspots beeinflussen Jugendliche stärker, als bislang gedacht.

Männer: Spielsucht verändert Gehirn

Zwanghaftes Zocken verändert bei Männern offenbar die Hirnaktivität.

Depression: Viele Paare trennen sich

Die Erkrankung belastet auch den Partner und die Familie des Betroffenen.

Übergewicht sorgt bei Kindern für Asthma

Starkes Übergewicht ist ein großer Risikofaktor für Asthma bei Kindern.

Diabetes: Fruktose nicht gleich Fruktose

Fruchtzucker, der in Getränken steckt, erhöht das Diabetes-Risiko besonders.

Vorstellungskraft hilft, Ängste zu überwinden

Sich eine Bedrohung im Geiste genau vorzustellen, lässt sie kleiner werden.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen