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Paar im Bett, Mann (ca. 70) liest, Frau (ca. 60er) schläft

Manch einer dreht sich morgens lieber noch einmal um und gönnt sich eine Extraportion Schlaf. Ob sich Langschläfer damit allerdings etwas Gutes tun, ist fraglich.
© Noam - Fotolia

Do. 26. Februar 2015

Höheres Schlaganfall-Risiko für Langschläfer

Lange zu schlafen, ist für viele Menschen eine verlockende Vorstellung. Doch wirft eine britische Studie jetzt Schatten darauf. Demnach könnten Langschläfer, die täglich mehr als acht Stunden schlafen, mit einem erhöhten Schlaganfall-Risiko leben.

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Die Forscher hatten fast 9.700 Briten zu ihren Schlafgewohnheiten befragt und dies vier Jahre später noch einmal wiederholt. Nach einem Beobachtungszeitraum von neuneinhalb Jahren zeichnet sich ab, dass die Gefahr, einen Schlaganfall zu erleiden, für Teilnehmer, die mehr als acht Stunden schliefen, um 46 Prozent höher lag als für Teilnehmer, deren Schlafdauer zwischen sechs und acht Stunden lag. Letzteres traf auf ungefähr sieben von zehn Teilnehmern zu und entsprach somit dem Durchschnitt. Während Langschläfer ein doppelt so hohes Schlaganfall-Risiko hatten wie Durchschnittsschläfer, lag die Gefahr für Personen, deren Schlafdauer sich von weniger als sechs Stunden bei der ersten Befragung auf über acht bei der zweiten verändert hatte, sogar fast viermal so hoch, berichten die Forscher in der Fachzeitschrift Neurology. Der Zusammenhang zwischen langem Schlaf und Schlaganfall-Risiko bestätigte sich außerdem in einer Metaanalyse, in der die Wissenschaftler Daten aus elf früheren Studien ausgewertet hatten.

"Wir wissen nicht, ob eine lange Schlafdauer die Ursache, Konsequenz oder ein frühes Anzeichen für Herz-Kreislauf-Probleme ist", sagt Autor Yue Leng von der University of Cambridge in Großbritannien. Um die Richtung des gefundenen Zusammenhangs zu verstehen, seien weitere Studien notwendig. Für Menschen, deren Schlafdauer sich von sehr kurz hin zu sehr lang verändert, könnte dies jedoch ein Warnhinweis sein und vielleicht den Anstoß dafür geben, Blutdruck- und Cholesterinwerte vom Arzt überprüfen zu lassen, schreibt der Neurologe Alberto Ramos von der University of Miami in einem begleitenden Editorial.

HH

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