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Asiatin hält sich mit schmerzverzerrtem Gesicht die Hände an die Schläfen

In die Studie, die im Bundesstaat New York durchgeführt wurde, wurden Patienten einbezogen, die sehr stark unter Migräne oder Cluster-Kopfschmerz litten.
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Mo. 02. März 2015

Nervenblockade stoppt Migräne-Schaltkreis

Menschen, die häufig unter schweren Migräne-Attacken leiden, könnte eine neuartige Behandlung helfen. Wird ein bestimmter Nervenknoten betäubt, verringern sich die Schmerzen deutlich und langanhaltend, sagen Wissenschaftler aus den USA.

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Am Tag nach dem Eingriff hatte sich die Schmerzintensität bei den 112 Patienten mit Migräne oder Cluster-Kopfschmerz, die an der Studie teilgenommen hatten, im Durchschnitt halbiert. Drei Wochen danach betrug sie noch etwa ein Drittel der vor der Nervenblockade aufgezeichneten Werte. 88 Prozent der Patienten berichteten, dass sie weniger oder gar keine Migräne-Medikamente mehr benötigten.

Der Nervenknoten, um den es geht, nennt sich Flügelgaumenganglion oder auch Ganglion pterygopalatinum. Er liegt hinter der Nase in einer Höhle des Schädelknochens, die mit der Nasenhöhle verbunden ist. In ihrer Studie haben die Ärzte den örtlich betäubenden Wirkstoff Lidocain mittels eines schmalen Röhrchens über die Nasenhöhle direkt zu dem Nervenknoten gebracht, von dem bekannt ist, dass er am Schmerzgeschehen bei Migräne beteiligt ist. Der Eingriff erfolgte minimalinvasiv unter Kontrolle bildgebender Verfahren und ohne dass Nadeln dazu gebraucht wurden.

"Das Lidocain wirkt wie eine Art Rückstellknopf auf den Migräne-Schaltkreis", erklärt der Studienleiter Kenneth Mandato, Radiologe vom Albany Medical Center. "Selbst wenn die betäubende Wirkung des Lidocain nachlässt, hat der Migräne-Auslöser nicht mehr seinen maximalen Effekt." Die Behandlung bedeute laut Mandato jedoch keine Heilung der Migräne, sondern stelle, genauso wie Medikamente, nur eine vorübergehende Lösung dar. Er plant, weitere Studien zur Wirksamkeit dieser Methode durchzuführen.

RF

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