Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Ehepartner: Fitness ist ansteckend

Aktuelles

Frontalfoto: Älteres Paar beim Tischtennisspielen auf einer Seite der Platte, Kamera zugewandt

Partner: Macht der eine Sport, ist es wahrscheinlicher, dass sich auch der andere mehr bewegt.
© Model colourbox.de/Ruslan Guzov

Sa. 07. März 2015

Ehepartner: Fitness ist ansteckend

Meinen Sie, Ihrer besseren Hälfte täte ein bisschen mehr Bewegung gut? Dann könnte es helfen, selbst etwas mehr Sport zu treiben. Denn sich selbst fit zu halten kann auch die Fitness des Partners positiv beeinflussen, wie US-Forscher jetzt feststellten.

Anzeige

Verbesserte sich in ihrer Studie das Trainingsniveau eines Ehepartners, erhöhte sich damit die Wahrscheinlichkeit, dass Ehegatte oder -gattin dem guten Beispiel folgten, berichteten die Wissenschaftler auf einer Tagung der American Heart Association in Baltimore, USA. Die Herzgesellschaft empfiehlt Erwachsenen, sich mindestens 150 Minuten pro Woche mit mittlerer Intensität zu bewegen oder 75 Minuten pro Woche mit hoher Intensität. Zu Beginn der Studie Ende der 1980er Jahre kamen 45 Prozent der Ehemänner und 33 Prozent der Ehefrauen diesen Empfehlungen nach. Sechs Jahre später zeigte sich, dass sportlich aktive Menschen ihre Lebenspartner in dieser Hinsicht offenbar positiv beeinflusst hatten: Waren Frauen zu Beginn der Studie sportlich aktiv, lag die Wahrscheinlichkeit, dass auch der Ehegatte innerhalb der sechs Jahre aktiver geworden war, um 70 Prozent höher als bei Frauen, die keinen Sport getrieben hatten. Erreichte ein Ehemann zu Beginn der Studie den empfohlenen Bewegungslevel, lag die Wahrscheinlichkeit, dass dies bei der zweiten Untersuchung auch für die Ehefrauen galt, um 40 Prozent höher.

"Viele Menschen bewegen sich zu wenig", sagte Laura Cobb von der Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health in Baltimore. Deshalb könnte es hilfreich sein, den positiven Einfluss, den Paare aufeinander haben, zu nutzen. Eine einfache Maßnahme könnte zum Beispiel sein, bei Paaren nicht nur mit einer einzelnen Person darüber zu sprechen, körperlich aktiver zu werden, sondern beide Partner in das Gespräch einzubeziehen.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Asthma: neue Leitlinien geplant

Die Asthmatherapie wird genauer, individueller und flexibler als früher.

Biosensoren spüren Krankheiten auf

Tragbare Sensoren am Körper könnten zur Früherkennung vieler Krankheiten beitragen.

Yoga lindert Rückenschmerzen

Regelmäßige Übungen verbessern die Beweglichkeit und lindern Schmerzen.

Achillessehnenriss: OP nicht immer nötig

Auch eine konservative Behandlung mit abnehmbarem Schuh zeigt gute Ergebnisse.

Rotes Fleisch fördert Darmentzündungen

Mit kleinen Änderungen im Speiseplan lässt sich das Risiko jedoch senken.

Stottern: Hirn schlecht durchblutet

Forscher sind auf der Suche nach der Ursache für die Sprachstörung.

Säureblocker erhöhen die Infektionsgefahr

Magen-Darm-Keime haben es leichter, wenn Medikamente die Magensäure reduzieren.

Hörverlust durch Eisenmangel?

Ein Mangel kann zu Blutarmut führen und weitreichende Folgen haben.

JQ1 lässt Hodenkrebs schrumpfen

Ein neuer Arzneistoff wirkt im Tierversuch bei schwer behandelbaren Krebsformen.

Arzneistoff-Duo dreht Krebs den Saft ab

Eine entscheidende Rolle spielt dabei das Diabetesmittel Metformin.

Empfindliche Keime trotzen Antibiotika

Eine Art Nachbarschaftshilfe sorgt dafür, dass manche Bakterien überleben.

Teenagerdiäten fordern Familie heraus

Die Diät kann vor allem an Feiertagen diverse Probleme beschwören.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen