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Länger gesund leben - das wünschen sich viele.
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Mi. 11. März 2015

Forscher finden mögliche Anti-Aging-Medikamente

Mit zunehmendem Alter wird der Körper schwächer und anfälliger für Krankheiten. Was würden viele nicht dafür geben, wenn sich dieser Prozess verzögern ließe und man länger gesund leben könnte? US-Forscher haben nun Medikamente identifiziert, die das Potenzial haben, genau das zu tun.

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Die Medikamente waren bei Mäusen in der Lage, den Alterungsprozess deutlich zu verlangsamen. Sie verbesserten nicht nur eine, sondern gleich mehrere mit dem Alter einhergehende Veränderungen, berichten die Forscher in der Fachzeitschrift Aging Cell. Die Tiere waren weniger gebrechlich, ihre Herz-Kreislauf-Funktionen verbesserten sich, die Ausdauer nahm zu, das Risiko für Osteoporose ging zurück und die Zeitspanne, in der die Mäuse gesund blieben, verlängerte sich. "In manchen Fällen reichte dafür sogar eine einmalige Gabe der Mittel", sagt die Professorin Laura Niedernhofer vom Scripps Research Institute in Florida, USA.

Die Substanzen zielen darauf ab, alternde Zellen abzutöten. Solche Zellen teilen sich nicht mehr. Sie sammeln sich mit den Jahren an und beschleunigen den Alterungsprozess des Körpers, erläutern die Forscher. Ähnlich wie Krebszellen haben auch alternde Zellen Mechanismen, die sie vor dem programmierten Zelltod schützen. Diese Erkenntnis sei ein Schlüsselkriterium bei der Suche nach wirksamen Stoffen gewesen, sagen die Wissenschaftler. Sie wählten anhand dieses Kriteriums zwei schon bekannte Substanzen aus: Das Krebsmedikament Dasatinib und den Pflanzenstoff Quercetin, dem eine antiallergische und antientzündliche Wirkung nachgesagt wird. In Zellkulturen konnten die Forscher nachweisen, dass beide Stoffe auf unterschiedliche Zellen wirken. In einem nächsten Schritt hatten die Forscher dann getestet, wie diese Medikamente die Gesundheit und den Alterungsprozess von Mäusen beeinflussen.

Bevor diese Substanzen jedoch bei Menschen mit dem Ziel, die gesunde Lebenszeit zu verlängern, eingesetzt werden könnten, seien noch mehr Studien notwendig, schränken die Forscher ein. Nicht zuletzt seien bei beiden Mitteln Nebenwirkungen möglich, insbesondere wenn sie über einen längeren Zeitraum eingenommen werden.

HH

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