Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Tablet-PCs belasten Nackenmuskeln

Aktuelles

Lachende blonde Frau um die 40 mit Tablet-PC

Tablet-PCs werden immer beliebter. Allerdings kann ihre Nutzung zu Nackenverspannungen führen.
© WavebreakmediaMicro - Fotolia

Di. 17. März 2015

Tablet-PC-Nutzung belastet Nackenmuskeln

Tablet-PCs werden immer beliebter. US-Forscher haben dies zum Anlass genommen, die gesundheitlichen Tücken der flachen Touchscreen-Computer ins Visier zu nehmen. Ihr Ergebnis: Fehlhaltungen belasten die Nackenmuskeln, was erst zu Verspannungen und dann zu Schmerzen führen kann.

Anzeige

Im Vergleich zu einer neutralen Körperhaltung ohne Tablet belastete die Nutzung von Tablets die Kopf- und Nackenmuskulatur drei- bis fünfmal stärker, berichten die Forscher der Washington State University in der Fachzeitschrift Ergonomics. Entscheidend scheint dabei die Position des handlichen Bildschirms zu sein. Besonders ungünstig schien es, wenn das Tablet flach auf dem Tisch oder Schoß lag. Die Muskeln wurden dabei – im Vergleich zu einem aufgestellten Tablet – drei- bis fünfmal stärker belastet. Die Position der Hand scheint dagegen keine große Rolle zu spielen. Egal ob am Tablet gelesen oder geschrieben wurde – die Belastung von Kopf und Nacken war nur gering.

Diese Fehlhaltungen könnten zu Schmerzen führen, berichten die Forscher. Frühere Studien hatten eine Verbindung zwischen der Beugung von Kopf und Nacken und dem Auftreten von Schmerzen nachgewiesen. Eine erhöhte Aktivierung der Nackenstrecker lasse diese anfällig für Ermüdung und damit für Schmerzen werden, erklären die Forscher.

Für die Studie hatten sie die Wirkung der Schwerkraft auf Nacken und Hals bei 33 Freiwilligen anhand von Röntgenbildern und biomechanischen Modellen des Hals-Nacken-Systems untersucht. Zudem hatten sie geprüft, welche Rolle die Faktoren Kopfmasse, Körpergröße und Kraft der Nackenmuskulatur, die oft mit dem Geschlecht zusammenhängen, für die Belastung spielen. Das Ergebnis zeigt, dass sich die Schwerkraft bei Männern zwar etwas mehr auswirkte, aber nicht so stark, dass es deutlich gewesen wäre. Ihre Ergebnisse könnten dabei helfen, ergonomische Richtlinien für eine gesunde Tablet-Nutzung zu entwickeln, hoffen die Forscher.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Insulinpumpe nutzt jungen Diabetikern

Jugendliche Typ-1-Diabetiker haben bei dieser Art der Therapie weniger Komplikationen.

Omega-6-Fettsäuren schützen vor Diabetes

Bestimmte Fette könnten das Risiko für Typ-2-Diabetes senken.

124 Millionen Kinder sind fettleibig

Bereits in 5 Jahren könnte es mehr fettleibige als untergewichtige Kinder geben.

Sport hält zehn Jahre jünger

Sportler haben eine bessere Motorik und weniger Gesundheitsprobleme.

Fleisch erhöht Diabetes-Risiko

Dafür ist offenbar der hohe Gehalt an tierischem Eisen verantwortlich.

Nahrungsergänzung oft überdosiert

Viele Präparate für stillende Mütter überschreiten die Höchstmengen-Empfehlungen.

Sport schützt vor Depressionen

Schon eine Stunde Bewegung pro Woche reicht aus, wie eine neue Studie zeigt.

Kinder leiden, wenn Mama schlecht schläft

Wenn Mütter unter Schlafproblemen leiden, überträgt sich das häufig auf die Kinder.

Waldnahes Wohnen beeinflusst Gehirn

Wer nahe am Wald wohnt, zeigt gesündere Hirnstrukturen und kann besser mit Stress umgehen.

Milchersatz-Produkte haben zu wenig Jod

Das Spurenelement findet sich nur in sehr geringer Menge in Soja-, Mandelmilch und Co.

Vitamin D nicht für jeden sinnvoll

Apotheker erklären, was bei der Einnahme des "Sonnenvitamins" zu beachten ist.

American Football lieber spät beginnen

Viele Sportler, die vor dem 12. Lebensjahr damit angefangen hatten, entwickelten Verhaltensprobleme.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen