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Arzt erklärt Mann auf OP-Tisch etwas am Bildschirm

Bei Menschen mit Koronarer Herzkrankheit sind die Herzkranzgefäße verengt. Dies können Ärzte bei einer Angiographie sichtbar machen.
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Mi. 18. März 2015

Koronare Herzkrankheit: Bypass besser als Stent?

Bypass oder Stent? Die Entscheidung für die eine oder andere Therapie bei Koronarer Herzkrankheit ist nicht immer leicht zu treffen. Eine neue Studie deutet darauf hin, dass bei Patienten, bei denen mehrere Gefäße verengt sind, eine Bypass-Operation dem Einsetzen von Stents überlegen ist.

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Patienten, denen die Ärzte nach einer Weitung der betroffenen Arterien Stents der neueren Generation eingesetzt hatten, hatten im Vergleich zu Patienten mit einer Bypass-Operation ein 47 Prozent höheres Risiko, im Studienverlauf erneut wegen verengter Arterien behandelt werden zu müssen, einen Herzinfarkt zu erleiden oder zu sterben. Dies berichtete der Kardiologe Seung-Jung Park vom Asan Medical Center in Seoul, Südkorea, gemeinsam mit Kollegen auf einer Kardiologen-Tagung in den USA. In der Stent-Gruppe traten diese Ereignisse bei 15 Prozent der Patienten auf, in der Bypass-Gruppe bei 11 Prozent. "Aus unseren Daten geht hervor, dass eine Bypass-Operation für Menschen mit einer Koronaren Herzkrankheit mit mehreren betroffenen Gefäßen die beste Alternative ist", sagte Park.

Bei einer Bypass-Operation wird ein Blutgefäß aus einem anderen Bereich des Körpers dazu verwendet, eine verengte oder blockierte Koronararterie zu überbrücken, so dass mehr Blut zum Herz gelangen kann. Es handelt sich dabei um einen größeren Eingriff. Weniger invasiv ist dagegen die Angioplastie, bei der ein verengtes Gefäß zum Beispiel mit Hilfe eines Ballonkatheters geweitet wird. Anschließend wird oft eine Gefäßstütze, ein sogenannter Stent, in der Arterie platziert. Dieser soll gewährleisten, dass die Arterie offen bleibt. Neuere Stents sind beschichtet und setzten nach und nach Medikamente frei, die Blutgerinnseln vorbeugen sollen. In der aktuellen Studie gaben die Stents den Wirkstoff Everolimus ab.

Die Forscher schränken allerdings die statistische Aussagekraft ihrer Ergebnisse ein. Da sich die Durchführung der Studie wider Erwarten in die Länge gezogen habe, musste sie früher als geplant beendet werden. Grund dafür sei vermutlich, dass im Verlauf der Studie ein neues Verfahren – die sogenannte funktionelle Flussreserve – aufgekommen sei. Mit dessen Hilfe können Ärzte den Zustand von Arterien genauer bestimmen. Dies führt zu besseren Ergebnissen bei der Angioplastie. In einer neuen Studie wollen die Forscher nun vergleichen, wie wirksam eine Bypass-Operation im Vergleich zu einer Angioplastie unter Messung der funktionellen Flussreserve ist.

HH

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