Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Neuer Therapieansatz für Dauerschmerz?

Aktuelles

Mann in den 40ern, Büro, Schreibtisch, schaut auf Smartphone, hält sich Nacken, Gesicht schmerzverzerrt

Das Hormon Dopamin hat Forschern zufolge einen negativen Einfluss auf chronische Schmerzen.
© contrastwerkstatt - Fotolia

Fr. 08. Mai 2015

Chronische Schmerzen: Neuer Therapieansatz über Dopamin?

Eigentlich ist Dopamin, ein wichtiger Nervenbotenstoff im Gehirn, für seine Rolle bei Glücksgefühlen, gesteuerten Bewegungen und Denkprozessen bekannt. Forscher fanden jetzt heraus, dass die Substanz das Auftreten chronischer Schmerzen zu beeinflussen scheint, was neue Therapiemöglichkeiten eröffnet.

Anzeige

Das geht aus Versuchen mit Mäusen hervor, bei denen die Wissenschaftler spezielle Nervenbahnen, die Dopamin enthalten, blockierten. Während Signale für akute Schmerzen normal weitergeleitet wurden, waren chronische Schmerzen komplett unterdrückt. Dies berichten die Forscher um Dr. Ted Price von der University of Texas in Dallas in den USA in der Fachzeitschrift The Journal of Neuroscience. "Die Ergebnisse zeigen, dass Dopamin dazu beitragen könnte, chronische Schmerzen aufrechtzuerhalten", sagt Price.

Damit sind die Forscher einen kleinen Schritt weiter zu entschlüsseln, warum es zu anhaltenden Schmerzen kommen kann. Deren Ursache liegt bislang oft noch im Dunkeln. Verstehe man jedoch die Grundlage chronischer Schmerzen und alle Faktoren, die dazu beitragen, könne dies dabei helfen, effektive Therapiemöglichkeiten zu entwickeln, so die Forscher. Bei einer akuten Verletzung werden Schmerzsignale von dem verletzten Bereich über das Rückenmark bis zum Gehirn geleitet, wo die Information über Neuronen auf unterschiedliche Bereiche verteilt wird. Es gebe deutliche Hinweise darauf, dass chronische Schmerzen die Aktivierung verschiedener Schmerzzentren im Gehirn verändern, so die Forscher. Anders als bei akuten Schmerzen senden Neuronen bei chronischen Schmerzen dauerhaft Schmerzsignale zum Gehirn, auch wenn keine Verletzungen vorliegen.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Berufstätige leiden unter digitalem Stress

Vor allem junge Menschen fühlen sich zunehmend überfordert.

Bluthochdruck: Keine Frage des Alters?

Der Lebensstil hat offenbar einen viel größeren Einfluss auf den Blutdruck.

Heißes Bad: Gleicher Effekt wie Sport?

Baden verbessert offenbar die Entzündungswerte und den Stoffwechsel.

Sind Blüten im Essen unbedenklich?

Einige Wildblüten enthalten Stoffe, die der Gesundheit schaden können.

Neue Therapie für Restless Legs?

Die Behandlung des Restless Legs Syndroms könnte künftig zielgenauer und besser werden.

Blutfette auch bei Kindern kontrollieren

Zu hohe Cholesterinwerte sind bei Kindern und Jugendlichen keine Seltenheit mehr.

Frühstücken schützt vor Diabetes

Wer häufig das Frühstück auslässt, erkrankt eher an Typ-2-Diabetes.

Krankes Herz durch schlechte Zähne

Dieser Zusammenhang hat sich bereits in vielen Studien gezeigt.

Sind Impfungen schuld an Allergien?

Forscher haben diese verbreitete Annahme näher untersucht.

Mehr Tote durch resistente Bakterien

Auch in Deutschland sterben immer mehr Menschen an Antibiotika-resistenten Keimen.

Toxoplasmose ändert Hirnstoffwechsel

Das könnte zu Erkrankungen wie Depressionen oder Schizophrenie führen.

Tennisarm: Beste Therapie ist Geduld

Forscher haben 11 Behandlungsmöglichkeiten miteinander verglichen.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen