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Junge Frau sitzt einer Ärztin gegenüber.

Rauchen Sie? Diese Frage stellt ein Anästhesist jedem Patienten vor einer geplanten Operation.
© Fotowerk - Fotolia

Sa. 30. Mai 2015

Raucher brauchen bei einer OP mehr Narkosemittel

Raucher benötigen mehr Narkose- und Schmerzmittel während einer Operation als Nichtraucher. Zu diesem Ergebnis kommt eine türkische Studie, die Forscher in Berlin vorstellten.

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Für die Studie wurden die Teilnehmer in drei Gruppen eingeteilt: Raucher, Passivraucher und Nichtraucher. Das Ergebnis: Raucherinnen, die sich die Gebärmutter entfernen ließen, benötigten 40 Milligramm mehr des Narkosemittels Propofol als Nichtraucherinnen. Während die Ärzte bei Nichtraucherinnen mit rund 63 Milligramm des Narkosemittels auskamen, brauchten sie bei Frauen, die passiv rauchten, 85 Milligramm und bei Raucherinnen sogar 103 Milligramm des Narkosemittels. Eine ganz ähnliche Tendenz zeigte sich für die Gesamtmenge an Propofol, die im Verlauf einer Operation benötigt wurde, um den Narkosezustand aufrechtzuerhalten. Und auch die Menge an Schmerzmitteln unterschied sich deutlich zwischen nichtrauchenden, passivrauchenden und rauchenden Patientinnen. So erhielten Nichtraucherinnen insgesamt 1.010 Mikrogramm des Schmerzmittels Remifentanil, passiv rauchende Frauen rund 1.240 Mikrogramm und Raucherinnen 1.320 Mikrogramm.

Die Menge an Narkose- und Schmerzmitteln, die bei einer ähnlichen Operation benötigt wird, sei bei aktiven Rauchern, aber auch bei Passivrauchern, demnach höher als bei Nichtrauchern, resümierten die Forscher. Dies könnte vielleicht damit zusammenhängen, dass sich das Nikotin auf den Abbau der Medikamente, die für die Narkose eingesetzt werden, in der Leber auswirke. Denkbar sei laut den Wissenschaftlern auch, dass das Nikotin die Nervenzellen, die für das Schmerzempfinden zuständig sind, weniger sensibel für Schmerzmittel mache.

HH

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