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Forscher finden einen Hinweis darauf, dass Diabetes mit Demenz zusammenhängt.

Gedächtnis- und Orientierungsstörungen machen das normale Alltagsleben bei Alzheimer immer schwieriger.
© Ocskay Mark - Fotolia

Do. 03. September 2015

Demenz: Diabetiker besonders gefährdet

Australische Forscher haben entdeckt, dass Diabetes zu ganz ähnlichen Prozessen im Gehirn führen könnte, wie sie für Alzheimer typisch sind. Dies könnte erklären, warum Menschen mit Typ-2-Diabetes ein doppelt so hohes Risiko haben, an Demenz zu erkranken.

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Eine typische Erscheinung bei der Alzheimer-Krankheit sind sogenannte neurofibrilläre Faserbündel in den Nervenzellen. Diese entstehen durch eine Ablagerung eines bestimmten Eiweißstoffes, des Tau-Proteins. Das führt dazu, dass die Nervenzellen absterben. Forscher um Velandai Srikanth von der Monash University in Melbourne fanden nun einen Hinweis darauf, dass auch Diabetes zu solchen Strukturen führen und so mit der Entstehung von Demenz zusammenhängen könnte. Studienteilnehmer mit Diabetes hatten mehr Tau-Proteine in der Gehirn- und Rückenmarksflüssigkeit – unabhängig davon, ob sie an Demenz erkrankt waren oder nicht. Dies berichten die Forscher in der Online-Ausgabe der Fachzeitschrift Neurology. Größere Mengen dieser Proteine in der Rückenmarksflüssigkeit weisen darauf hin, dass im Gehirn mehr Fibrillen gebildet werden. Dadurch könne Demenz entstehen, so die Forscher.

Einen weiteren Hinweis auf einen möglichen Zusammenhang sahen die Wissenschaftler in der Tatsache, dass Teilnehmer mit Diabetes eine weniger dicke Hirnrinde hatten als Nicht-Diabetiker. Dieser Bereich im Gehirn verfüge über die meisten Nervenzellen. Die Entstehung von Neurofibrillen könne hier zum Verlust von Hirngewebe und damit Nervenzellen beitragen, vermuten die Forscher. Da es sich bei ihrer Studie um eine Momentaufnahme gehandelt habe, seien nun noch weitere Studien notwendig, um herauszufinden, ob die Zuckerkrankheit tatsächlich für die Entstehung von Demenz verantwortlich sei.

HH

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