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Eine Atemmaske könnte für Herzschwäche-Patienten gefährlich sein.

Mit einer Beatmungstherapie lassen sich die Beschwerden, die bei einer Schlafapnoe auftreten, mindern.
© pathdoc - Fotolia

Mo. 14. September 2015

Schlafapnoe: Atemmaske bei Herzschwäche gefährlich?

Viele Menschen leiden unter Atemaussetzern während der Nacht, der sogenannten Schlafapnoe. Eine Atemmaske hilft diesen Patienten, nachts ihre Atmung zu unterstützen. Diese Therapie könnte für Herzschwäche-Patienten jedoch gefährlich sein.

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Etwa die Hälfte der Menschen mit akuter Herzschwäche leidet auch unter Schlafapnoe. Solche Aussetzer beim Luftholen im Schlaf können lebensbedrohlich sein, daher tragen die Patienten nachts eine Atemmaske. Ob sich diese Therapie (adaptive Servoventilation, kurz ASV) für die ohnehin besonders belasteten Herzpatienten eignet, ist einer neuen Studie zufolge fraglich. Wissenschaftler verglichen dafür Herz-Patienten mit und ohne diese Beatmungshilfe. Anders als erwartet stellte sich dabei heraus, dass sich die Sterblichkeit bei Herzschwäche-Patienten, wenn sie per ASV beatmet wurden, sogar erhöhte. Das berichtet ein Forscherteam um Prof. Helmut Teschler von der Universität Duisburg-Essen und Prof. Martin Cowie vom Royal Brompton Hospital in London im New England Journal of Medicine.

Bei der ASV-Beatmung tragen die Betroffene eine Maske über Mund und Nase. Das daran angeschlossene Gerät berechnet bei jedem Atemzug den erforderlichen Atemdruck und passt diesen bei Bedarf individuell an. "Auch wenn wir gerade zu dem Schluss gekommen sind, dass die betroffenen Patienten derzeit besser nicht per ASV beatmet werden sollten, so ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Weitere Aufschlüsse zu dieser Frage erwarten wir uns bei der detaillierten Auswertung des in dieser Form einzigartigen Datenschatzes unserer Studie", so Teschler. In der bisher weltweit größten Studie wurden insgesamt 1.325 Herzschwäche-Patienten mit ZSA an mehr als 80 Standorten in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Norwegen, Schweden, Dänemark, Finnland, Tschechien und Australien untersucht.

NK

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