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Ein Gendefekt könnte Schuld am Reizdarmsyndrom.

Der Reizdarm ist eine der häufigsten chronischen Magen-Darm-Erkrankungen in Deutschland.
© Igor Mojzes - Fotolia.com

Mi. 23. November 2016

Sorgt ein Gendefekt für das Reizdarmsyndrom?

Mehr als zehn Prozent der Bevölkerung leiden unter einem Reizdarmsyndrom, das sich durch Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall oder Verstopfung äußert. Die Ursachen dafür liegen noch weitgehend im Dunkeln. Jetzt fanden Forscher einen Gendefekt, der an der Entstehung der Krankheit beteiligt sein könnte.

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Das Forscherteam wies in der Studie einen Zusammenhang zwischen dem Reizdarmsyndrom und einem defekten Gen nach, das bei der Verdauung von Kohlenhydraten eine wichtige Rolle spielt. Bei Studienteilnehmern mit Reizdarmsyndrom war eine seltene Mutation dieses Gens doppelt so häufig anzutreffen wie in der Gruppe gesunder Studienteilnehmer. Das berichten die Wissenschaftler des Karolinska Instituts in Schweden in der Fachzeitschrift Gut. Das Gen blockiert den Forschern zufolge ein Enzym, das an der Spaltung der Zweifachzucker Saccharose und Maltose beteiligt ist.

Ein reduzierte Aktivität dieses Enzyms würde zu einer schlechten Verdauung für Kohlenhydrate im Darm passen, was möglicherweise zu den typischen Symptomen eines Reizdarms führen könnte, so Ko-Seniorautor Hassan Naim von der Universität für Veterinärmedizin in Hannover. Frühere Beobachtungen hatten gezeigt, dass Mutationen des untersuchten Gens bei Menschen anzutreffen sind, die eine erbliche Unverträglichkeit gegenüber Haushaltszucker besitzen. Charakteristisch für diese Saccharose-Unverträglichkeit sind Bauchschmerzen, Durchfall und Blähungen, wie sie auch beim Reizdarmsyndrom auftreten. Die Wissenschaftler hatten über 1.800 Studienteilnehmer aus Schweden, Italien und den USA auf Mutationen dieses Gens hin untersucht.

HH

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