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Der Nährstoffgehalt im Blut verändert sich mit dem Alter.

Nicht nur die Ernährung allein beeinflusst, wie gut wir mit Vitaminen und Nährstoffen versorgt sind.
© Kzenon - Fotolia.com

Mi. 07. Dezember 2016

Alter beeinflusst Nährstoffgehalt im Blut

Wie wir leben, was wir essen und wie viel davon, bestimmt mit, wie gut unser Körper mit Nährstoffen versorgt ist. Ein weiterer Einflussfaktor ist offenbar das Alter: So haben deutsche Ernährungsforscher herausgefunden, dass sich die Konzentration von Mikronährstoffen im Blut mit dem Alter verändert.

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Ältere Menschen haben den Ergebnissen zufolge vergleichsweise geringe Mengen Carotinoide im Blut. Diese Pflanzenstoffe sind etwa in Karotten, Tomaten oder Aprikosen enthalten und geben den Lebensmitteln ihre gelbe bis rötliche Farbe. Dagegen nahmen die Werte für Vitamin E mit steigendem Alter kontinuierlich zu. Dies berichten Wissenschaftler vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE) gemeinsam mit Kollegen im Fachblatt Nutrients. Die altersbedingten Unterschiede waren unabhängig von der Landeszugehörigkeit, dem Geschlecht, der Jahreszeit, dem Cholesterinspiegel, dem Body-Mass-Index, dem Raucherstatus, dem Obst- und Gemüseverzehr sowie der Einnahme von Vitaminpräparaten. Das geht aus Daten von über 2.000 Frauen und Männern hervor, die die Forscher für ihre Studie untersucht hatten.

Die neuen Erkenntnisse könnten künftig dazu beitragen, altersorientierte Ernährungsempfehlungen zu verbessern, sagt Prof. Dr. Tilman Grune vom DIfE. Wenn man den Versorgungszustand richtig einschätzen könne, sei man in der Lage, maßgeschneiderte Empfehlungen zu entwickeln, die zum Bespiel ein gesundes Altern unterstützen, erläutert seine Kollegin Dr. Daniela Weber. "Derzeit stellen wir uns die Frage, auf welche Ursachen die beobachteten Unterschiede zurückzuführen sind", sagt Grune. So könne es sein, dass gewisse Nährstoffe mit dem Alter anders aufgenommen werden. Zudem sei eine veränderte Nährstoffspeicherung in den Organen oder ein veränderter Nährstoffbedarf des Körpers denkbar. Nicht auszuschließen sei zudem, dass in der Studie nicht erfasste Ernährungsgewohnheiten das Ergebnis beeinflusst haben könnten. So sei zum Beispiel nur nach dem Obst- und Gemüsekonsum insgesamt gefragt worden, nicht aber nach einzelnen Lebensmittelsorten. Es bestünde also noch großer Forschungsbedarf, resümiert Grune.

HH

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