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Der Geruchssinn lässt Aussagen zu, ob eine Demenz beginnt.

Der Geruchssinn lässt Aussagen zu, ob eine Demenz beginnt.
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Do. 22. Dezember 2016

Riechtest hilft, Alzheimer früh zu erkennen

Es gibt immer mehr Hinweise, dass der Geruchssinn gerade im Anfangsstadium der Alzheimer-Krankheit deutlich schlechter wird. Eine neue Studie belegt nun, dass ein Riechtest Ärzten schon bald dabei helfen könnte, die Erkrankung früher und mit einer größeren Genauigkeit zu diagnostizieren.

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Wie Mediziner der University of Pennsylvania jetzt zeigen konnten, trug ein einfacher Riechtest, bei dem es darum geht, 16 verschiedene Gerüche richtig zu identifizieren, deutlich zur Diagnose-Genauigkeit bei. Dies galt sogar für das Erkennen einer leichten kognitiven Störung, die eine Vorstufe von Alzheimer sein kann. In diesem Fall sind Gedächtnis, Denkvermögen und Aufmerksamkeit schlechter, als es dem Alter entsprechen würde. Eine Demenz liegt jedoch noch nicht vor.

In ihrer Studie ließ sich eine leichte kognitive Störung mit einem kognitiven Test alleine bei 75 Prozent der über 700 älteren Studienteilnehmer, die zuvor aufgrund neurologischer Untersuchungen in die Kategorien "gesund", "leichte kognitive Störung" oder "Alzheimer-Demenz" eingeteilt worden waren, richtig klassifizieren. Wurde zusätzlich der Riechtest angewandt, verbesserte sich das Resultat auf 87 Prozent, wie die Forscher im Fachblatt Journal of Alzheimer's Disease berichten. Auch ließen sich Menschen mit Alzheimer und sogar verschiedene Stufen der leichten kognitiven Störung mit der Kombination beider Tests akkurater identifizieren.

Die Verschlechterung des Geruchssinns könne möglicherweise dazu genutzt werden, Menschen mit erhöhtem Alzheimer-Risiko, schon Jahre bevor sie eine Demenz entwickeln, zu identifizieren, sagt Studienleiter David R. Roalf. Dies könnte gerade vor dem Hintergrund bedeutsam sein, dass Alzheimer-Medikamente, die derzeit entwickelt werden, unter Umständen nicht wirken, wenn die Demenz schon begonnen hat. Ein Riechtest wäre daher ein nützliches, zusätzliches Diagnose-Instrument. Es gebe schon Ärzte, die solche Riechtests nutzten, schreiben die Forscher. Weit verbreitet sei dies jedoch noch nicht. Dies könnte unter anderem damit zusammenhängen, dass die Dauer eines solchen Tests mit fünf bis acht Minuten im Moment noch recht lang sei. Roalf und Kollegen versuchen derzeit, einen kürzeren Test zu entwickeln, der ebenso gut funktioniere wie längere.

HH

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