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Eine Anti-Aging-Pille, die Zellen repariert, rückt in greifbare Nähe.

Das Rad der Zeit lässt sich nicht aufhalten - aber eventuell die Alterung der Zellen.
© fotandy - Fotolia.com

Fr. 24. März 2017

Anti-Aging-Pille rückt in greifbare Nähe

Es gibt zahlreiche Cremes, Tinkturen und Öle, die ein jugendliches Aussehen versprechen - mit mehr oder weniger zufriedenstellenden Ergebnissen. Forscher haben jetzt einen neuen Weg entdeckt, altersmüde Zellen wieder fit zu machen.

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Ursprünglich besitzen Zellen die Fähigkeit, Schäden am Erbgut, die zum Beispiel durch die Strahlung der Sonne entstehen, selbst zu reparieren. Doch mit zunehmendem Alter schwindet diese Fähigkeit. Ein internationales Forscherteam hat nun eine Substanz entwickelt, die eine Schlüsselrolle bei der DNA-Reparatur spielt. Wurden Mäuse mit Nicotinamid-Adenin-Dinukleotid (NAD+) behandelt, konnten ihre Zellen DNA-Schäden, die durch UV-Strahlung oder das Alter hervorgerufen wurden, besser reparieren. Dies berichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Science. Nach nur einer Woche waren die Zellen alter Mäuse nicht mehr von Zellen jüngerer Mäuse zu unterscheiden, sagt Studienleiter Professor David Sinclair von der University of New South Wales in Sydney und der Harvard Medical School in Boston.

Sollten sich die Ergebnisse bei Menschen bestätigen, würde dies eine Anti-Aging-Pille in greifbare Nähe rücken. Die Studie sei allerdings auch für viele andere Bereiche interessant, zum Beispiel für Astronauten. Selbst auf kurzen Weltraum-Missionen würde die Alterung durch die kosmische Strahlung beschleunigt, sodass Astronauten mit Muskelschwäche, Gedächtnisverlust und anderen Symptomen auf die Erde zurückkehrten, erläutern die Forscher. Darüber hinaus könnten Menschen profitieren, die in ihrer Kindheit an Krebs erkrankt seien und die Krankheit überlebten. Innerhalb der nächsten sechs Monate sollen erste Studien mit Menschen beginnen. "Wir sind dichter als jemals zuvor an einem sicheren und effektiven Anti-Aging-Medikament, das in drei bis fünf Jahren auf dem Markt sein könnte, wenn die Studien gut laufen", ist sich Studienautor Sinclair sicher.

HH

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