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Wer einer Insulinresistenz vorbeugt, schützt damit auch das Gehirn.

Bewegung und gesunde Ernährung helfen, Diabetes und anderen Krankheiten vorzubeugen.
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Mo. 27. März 2017

Diabetes-Vorstufe beschleunigt geistigen Abbau

Reagieren Zellen nicht mehr normal auf das Hormon Insulin, sprechen Ärzte von einer Insulinresistenz. Diese erhöht nicht nur das Risiko für Diabetes, sondern trägt offenbar auch zum Abbau kognitiver Fähigkeiten bei. Anlass zu dieser Vermutung gibt eine Studie israelischer Forscher.

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Das Forscherteam hatte fast 500 Menschen über mehr als zwei Jahrzehnte verfolgt und herausgefunden, dass bei Studienteilnehmern mit Insulinresistenz auch ein beschleunigter Abbau der geistigen Fähigkeiten zu verzeichnen war. Dies galt insbesondere für das Gedächtnis und die exekutiven Funktionen, die das Handeln und Denken steuern, wie Professor David Tanne und Professor Uri Goldbourt von der Tel Aviv University im Fachblatt Journal of Alzheimer's Disease berichten. "Das sind spannende Ergebnisse, weil sie uns helfen, Risikopatienten zu identifizieren, die mit zunehmendem Alter ein erhöhtes Risiko für Demenz haben", sagt Tanne. Es sei bekannt, dass eine Insulinresistenz mit regelmäßiger Bewegung, gesunder Ernährung und auch medikamentös verhindert und und behandelt werden kann. Damit senke man nicht nur das Risiko für Diabetes, sondern schütze auch das Gehirn, so die Forscher.

Bei einer Insulinresistenz können Muskel-, Fett- und Leberzellen Glukose nicht mehr so leicht aufnehmen. In der Folge benötigt der Körper mehr Insulin, um den Zucker in die Zellen hineinzuschleusen. Ohne ausreichende Mengen des Hormons verbleibt zu viel Glukose im Blut, was zu Diabetes oder anderen Krankheiten führt. Zu den Faktoren, die die Entstehung einer Insulinresistenz begünstigen, gehören unter anderem Übergewicht und wenig Bewegung.

HH

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