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Dicke Luft in Peking: Hier drohen Nasen-Nebenhöhlen-Probleme.

Dicke Luft in Peking: Hier drohen Nasen-Nebenhöhlen-Probleme.
© eyetronic - Fotolia

Mi. 19. April 2017

Ständig laufende Nase durch verschmutzte Luft

Obwohl bereits bekannt ist, dass Luftverschmutzung chronische Entzündungen von Nase und Nasennebenhöhlen begünstigt, waren die direkten Auswirkungen schlechter Luft bislang unklar. Die Ergebnisse einer neuen Studie könnten nun helfen, die Verbindung zu erklären.

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Menschen, die in Regionen mit starker Luftverschmutzung leben, haben eine höhere Gefahr für chronische Nasennebenhöhlen-Probleme, so die Wissenschaftler der Johns Hopkins University im US-amerikanischen Baltimore. In Versuchen mit Mäusen zeigten sie, dass sich verschmutzte Luft auf eine Reihe biologischer Prozesse auswirkt. Hatten die Versuchstiere schmutzigere Luft eingeatmet, fanden sich in Proben aus der Nase und Nasennebenhöhlen zum Beispiel mehr weiße Blutkörperchen, als bei Mäusen, die gefilterte Luft geatmet hatten. Dies deutet auf Entzündungen hin. Wie die Forscher im Fachblatt American Journal of Respiratory Cell and Molecular Biology berichten, lag beispielsweise die Zahl sogenannter Makrophagen bei schlechter Luft fast viermal höher als bei gefilterter Luft. Um das Fünf- bis Zehnfache im Nasensekret erhöht waren die Konzentrationen bestimmter Zytokine. Dabei handelt es sich um Proteine, die an Entzündungsreaktionen beteiligt sind und als Biomarker für Entzündungen gelten.

Darüber hinaus deuteten bestimmte Werte an, dass bei schlechter Luft die Barriere zwischen Nasengang und Nasennebenhöhlen geschädigt werde, erläutern die Forscher. Diese Barriere intakt zu erhalten sei essenziell, um die Zellen der Gewebe vor Reizungen oder Infektionen, darunter auch Pollen und Keime, zu schützen, so Studienleiter Dr. Murray Ramanathan. Um die Auswirkungen verschmutzter Luft zu untersuchen, hatten die Forscher konzentrierte Luft aus Baltimore für ihre Versuche verwendet. Die darin enthaltenen Feinstaub-Partikel waren 2,5 Mikrometer groß oder kleiner, was die meisten Allergene wie Staub oder Pollen ausschloss. Obwohl die Versuchsluft bereits konzentriert war, lag die Konzentration der Aerosol-Partikel noch 30 bis 60 Prozent unter der von Städten ähnlicher Größe, z.B. Neu-Delhi, Kairo oder Peking.

HH

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