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Herzschwäche ist oft gefährlicher als Krebs.

Wer unter einer chronischen Herzschwäche leidet, fühlt sich schneller erschöpft, müde und atemlos.
© denisfilm - Fotolia.com

Fr. 05. Mai 2017

Herzschwäche gefährlicher als einige Krebsarten

Eine Herzschwäche kann ebenso lebensbedrohlich sein, wie einige der häufigsten Krebsarten - wenn nicht sogar noch gefährlicher. Dies belegt eine Studie aus Schottland, in der Forscher die Überlebensraten von Krebs und Herzkrankheiten miteinander verglichen hatten.

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Wie aus der Analyse anonymer Patientendaten hervorging, waren die vier häufigsten Krebsarten bei Männern Prostata-, Lungen-, Darm- und Blasenkrebs. Frauen erkrankten am häufigsten an Brust-, Darm-, Lungen- und Eierstockkrebs. Über einen Zeitraum von fünf Jahren starben mehr Männern an Herzinsuffizienz als an Prostata- oder Blasenkrebs, jedoch weniger als an Lungen- oder Darmkrebs. Dies berichten die Forscher um Professor Mamas Mamas von der Keele University im Fachblatt European Journal of Heart Failure. So überlebten bei einer Herzschwäche rund 56 Prozent der Männer, bei Prostata- und Blasenkrebs waren es 68 und 57 Prozent, bei Darm- und Lungenkrebs dagegen nur 49 beziehungsweise 8 Prozent. Bei Frauen waren die Überlebensrate bei einer Herzschwäche nur verglichen mit Brustkrebs schlechter (50 versus 78 Prozent).

Trotz neuer Therapiemöglichkeiten in der Medizin bleibe die Herzinsuffizienz noch genauso lebensgefährlich, wie viele der häufigsten Krebsarten, so das Fazit der Mediziner. Für Ärzte sei es wichtig zu wissen, dass ältere Patienten mit Herzinsuffizienz oft auch noch andere Krankheiten hätten. Lediglich 5,5 Prozent der Herzpatienten litten ausschließlich an Herzschwäche, bei Krebspatienten galt dies für 20 bis 38 Prozent. Um die Überlebensrate bei den unterschiedlichen Krankheiten für Männer und Frauen zu vergleichen, hatten die Mediziner anonyme Daten aus 393 schottischen Hausarztpraxen analysiert, die zwischen 2000 und 2011 gesammelt worden waren. Der Datensatz enthielt Patienteninformationen von rund einem Drittel der schottischen Bevölkerung.

HH

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