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Forscher haben untersucht, ob kaltes oder warmes Wasser besser vor Infekten schützt.

Schützt nur warmes Wasser vor Keimen? Dieser Frage sind Wissenschaftler jetzt nachgegangen.
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Fr. 02. Juni 2017

Händewaschen: Kaltes oder warmes Wasser?

Händewaschen gehört zu den wichtigsten Maßnahmen, um sich vor krankmachenden Keimen zu schützen. Doch muss das Wasser dafür warm sein oder reicht auch kaltes? Dieser Frage gingen Forscher aus den USA nach und haben nun eine Antwort parat.

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Die Antwort lautet: Es ist egal - Hauptsache waschen. Der Studie zufolge entfernt kaltes Wasser die gleiche Menge an schädlichen Bakterien von den Händen wie heißes. Es zeigte sich zudem, dass eine antimikrobielle Seife Bakterien unter den verschiedenen Testbedingungen nicht besser entfernte als normale Seife. Die Dauer des Einschäumens wiederum wirkte sich nur bei der geringsten Seifenmenge mit normaler Seife auf die entfernte Bakterienzahl aus. Hier waren 20 Sekunden besser als fünf, wie Donald Schaffner von der Rutgers University in New Brunswick und Kollegen im Fachblatt Journal of Food Protection berichten.

Die Forscher hatten mehrmals über einen Zeitraum von sechs Monaten verteilt größere Mengen harmloser Bakterien auf die Hände von 20 Studienteilnehmern – zehn Männer und zehn Frauen – aufgebracht und diese auf verschiedene Arten die Hände waschen lassen. Als Ausgangsbedingung hatten sie einen Milliliter einer nicht-mikrobiellen Seife, eine Waschdauer von fünf Sekunden und eine Wassertemperatur von 38 Grad Celsius festgelegt. Diese Faktoren wurden in den verschiedenen Waschszenarien abgewandelt, zum Beispiel mit Wassertemperaturen von 15 oder 26 Grad Celsius, Seifenmengen von 0,5 oder 2 Milliliter oder antibakterieller statt normaler Seife.

HH

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