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Forscher zeigten, dass sich das Risiko für Retinopathie bei Diabetikern zusätzlich erhöht, wenn sie gleichzeitig an Atemaussetzern in der Nacht leiden.

Netzhautschäden am Auge gelten als typische Folgeerkrankung des Diabetes. Auch die nächtliche Atmung scheint darauf einen Einfluss zu haben.
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Mi. 05. Juli 2017

Diabetes: Schlafapnoe schadet den Augen

Viele Menschen mit Typ-2-Diabetes leiden auch unter nächtlichen Atemstörungen, dem sogenannten Obstruktiven Schlafapnoe-Syndrom (OSAS). Diese Kombination könnte die Gefahr erhöhen, dass sich innerhalb von vier Jahren die Sehkraft drastisch verschlechtert, warnen britische Forscher.

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Wissenschaftler um Dr. Abd Tahrani von der University of Birmingham hatten untersucht, wie sich nächtliche Atemaussetzer auf den Verlauf der diabetischen Retinopathie auswirken. Die Augenerkrankung betrifft etwa 40 bis 50 Prozent der Zuckerkranken und kann zum Erblinden führen. Wie die Forscher in der Fachzeitschrift American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine berichten, trat die diabetische Retinopathie mit 43 gegenüber 24 Prozent bei Diabetikern mit OSAS deutlich häufiger auf als bei Diabetikern ohne nächtliche Atemaussetzer. Über einen Zeitraum von drei Jahren und sieben Monaten hatte sich die Augenkrankheit zudem bei 18 Prozent der Studienteilnehmer mit Atemaussetzern zu einer moderaten bis schweren Form entwickelt. Bei Zuckerkranken ohne OSAS war dies nur bei 6 Prozent der Fall. Wurde die Obstruktive Schlafapnoe allerdings mit einer Atemmaske, die durch Druck das Blockieren der Atemwege verhindert, behandelt, sank das Risiko für eine fortgeschrittene diabetische Retinopathie. Bei der Atemstörung entspannen sich die Wände des Rachens im Schlaf und es kommt zu einer Verengung der Atemwege, so dass Betroffene schnarchen und die Atmung unterbrochen wird.

Dass OSAS bei Typ-2-Diabetikern häufig auftritt, sei nicht überraschend, da beide Erkrankungen durch starkes Übergewicht begünstigt werden, so Tahrani. Die meisten Menschen, bei denen Atemaussetzer im Schlaf auftreten, bemerken diese jedoch nicht, so dass die Erkrankung oft über Jahre unerkannt bleibt. Aufgrund ihrer Ergebnisse raten die Forscher Ärzten, zu überlegen, ob sie Patienten mit Typ-2-Diabetes auf OSAS testen lassen. Liegen bei einem Patienten beide Erkrankungen vor, sollten sich Ärzte der erhöhten Erblindungsgefahr bewusst sein und präventive Maßnahmen ergreifen.

HH


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