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Hepatitis ist die tödlichste Virus-Infektionskrankheit.

Erhöhte Leberwerte können einen Hinweis auf eine Hepatitis-Infektion liefern.
© angellodeco - Fotolia.com

Fr. 15. September 2017

Hepatitis ist tödlicher als HIV, Malaria und Tuberkulose

Mittlerweile sterben an Hepatitis weltweit mehr Menschen als durch HIV, Malaria oder Tuberkulose. Das müsste nicht sein, sagen Leber-Experten der World Hepatitis Alliance und plädieren für einen Aktionsplan, um den fatalen Trend zu stoppen.

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Todesfälle aufgrund einer viralen Hepatitis haben der "Global Burden of Disease"-Studie zufolge mittlerweile zahlenmäßig alle Todesfälle aufgrund chronischer Infektionskrankheiten überholt, darunter auch HIV, Malaria und Tuberkulose. So starben im Jahr 2016 1,34 Millionen Menschen weltweit an den Folgen einer viralen Leberentzündung, darunter Leberkrebs, Leberzirrhose, Hepatitis A, E, B, C und D. Tuberkulose verursachte dagegen 1,2 Millionen Todesfälle, 1 Millionen gingen auf das Konto der Immunschwächekrankheit AIDS und 719.000 Todesfälle wurden durch Malaria verursacht.

Dass es trotz der Fortschritte bei der Behandlung von Hepatitis C sowie der effektiven Impfung gegen Hepatitis B eine so hohe Todesrate gebe, sei unglaublich, aber nicht überraschend, so die Meinung von Charles Gore, Präsident der World Hepatitis Alliance. Es habe mit dem Fehlen einer politischen Priorisierung zu tun, gepaart mit einem fehlenden globalen Finanzierungsmechanismus. Um den Trend umzukehren, sei es wichtig, auf regionalen und nationalen Ebenen aktiv zu werden. Zum Beispiel, indem mehr Tests durchgeführt und die Diagnosen verbessert würden. Weltweit seien sich nur fünf Prozent der infizierten Menschen ihrer Krankheit bewusst. Dadurch erhöhte sich die Gefahr, andere anzustecken stark und viele verpassten die Chance, sich behandeln zu lassen. Da die Lebererkrankung sich nur durch wenige Symptome bemerkbar mache, seien viele Menschen zudem entweder falsch diagnostiziert oder lassen sich erst gar nicht testen.

HH

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