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Wer ausgeschlafen in die Schule kommt, lernt leichter. Leider ist das zum Wochenstart oft schwierig.

Wer ausgeschlafen in die Schule kommt, lernt leichter. Leider ist das zum Wochenstart oft schwierig.
© Svetlana - Fotolia.com

Mo. 25. September 2017

Viele Schüler kommen mit Jet-Lag aus dem Wochenende

Viele Jugendliche leben am Wochenende nach einem anderen Rhythmus als unter der Woche. Dies führt offenbar dazu, dass die meisten Schüler montags mit einem Wochenend-Jet-Lag in die Schule starten, so das Ergebnis einer schwedischen Forschungsarbeit.

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Wie aus der Arbeit mit rund 2.700 Schülern zwischen 13 und 16 Jahren hervorgeht, schlafen viele Teenager am Wochenende länger. Weil sie abends später ins Bett gehen und morgens länger schlafen, kommen sie montags mit einem veränderten Schlafrhythmus zur Schule. In anderen Worten: Sie haben einen Jet-Lag vom Wochenende. "Studien zeigen, dass sich zu wenig Schlaf auf das Lernen auswirken kann", sagt Autorin Serena Bauducco von der Örebro Universität in Schweden. Auch das seelische Wohlbefinden kann darunter leiden. So seien manche Teenager in der Folge müde und mürrisch und sie seien oft gestresster und besorgter wegen der Schule als Jugendliche, die ausreichend viel schliefen. Schüler, die Schlafprobleme hatten, hatten zudem dreimal mehr Fehlzeiten als andere.

Wie die Arbeit belegte, leiden so gut wie alle Teenager unter Wochenend-Jet-Lag. Doch sei dieser für die Mehrheit kein großes Problem. Die meisten bekämen im Laufe der Woche ausreichend viel Schlaf, so Bauducco. Bei manchen könne es jedoch drei bis vier Tage dauern, bis sie wieder im normalen Rhythmus angekommen seien. Immerhin 20 Prozent der Studienteilnehmer hätten nicht genug Schlaf bekommen, so die Wissenschaftlerin.

Ziel der Forscher war es, Jugendlichen dabei zu helfen, Routinen für einen guten Schlaf zu entwickeln. Darunter fielen so einfache Strategien, wie das Handy nicht mit ins Bett zu nehmen und nach 22:00 Uhr weder Textnachrichten zu senden noch zu lesen. Darüber hinaus sei es wichtig, die Zeit zu planen, so dass alles seinen Raum habe – die Schule, die Freizeit und auch der Schlaf, so das Fazit der Forscher.

HH

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