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Fernsehen erhöht das Risiko für Thrombose.

Durch langes Sitzen vor dem Fernseher kann sich ein Blutgerinnsel in der Vene bilden.
© YakobchukOlena - Fotolia.com

Mi. 15. November 2017

Fernsehen lässt Thrombose-Risiko ansteigen

Je länger wir vor dem Fernseher sitzen, desto eher steigt das Risiko, dass sich in den Venen ein Blutgerinnsel bildet. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, in der US-amerikanische Forscher das Risiko von Thrombosen in Beinen, Armen, Becken und Lunge unter die Lupe genommen hatten.

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Mit zunehmender Zeit vor dem Fernseher nahm der Studie zufolge die Gefahr für Blutgerinnsel zu, und zwar selbst dann, wenn die Studienteilnehmer sonst körperlich aktiv waren. So lag das Risiko für Menschen, die den empfohlenen Richtlinien für Bewegung nachkamen, aber von sich sagten, dass sie viel fernsehen, 1,8-mal höher als bei Personen, die selten oder nie vor dem Fernseher saßen. Dies berichten die Wissenschaftler der University of Vermont auf einer Tagung der American Heart Association in Anaheim, USA.

"Das Fernsehen an sich ist nicht unbedingt schlecht. Allerdings tendieren viele Menschen dazu, währenddessen Snacks zu essen und über einen langen Zeitraum still zu sitzen", skizzierte Medizin-Professorin Dr. Mary Cushman das Problem. Gesünder wäre es, eine Laufband oder ein Fahrradergometer vor dem Fernseher aufzustellen und sich während des Fernsehens zu bewegen, so ihr Rat. Darüber hinaus könnte man die Fernsehzeit eine halbe Stunde nach hinten verschieben und vorher eine Runde spazieren gehen. Falle die Lieblingssendung in diese Zeit, könne man sie aufnehmen und anschließend ohne Werbung anschauen. Abgesehen von einer kürzeren Fernsehzeit könne ein gesundes Gewicht und Bewegung das Risiko einer lebensgefährlichen Thrombose senken, so Cushman.

HH

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