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Das Schmerzmittel Ibuprofen könnte Ungeborenen schaden.

Schwangere sollten die Einnahme von Schmerzmitteln und anderen Medikamenten immer vorab mit ihrem Arzt besprechen.
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Fr. 02. Februar 2018

Schwangerschaft: Macht Ibuprofen Töchter unfruchtbar?

Das Schmerzmittel Ibuprofen kann im späteren Verlauf einer Schwangerschaft das Risiko für Fehlbildungen beim Ungeborenen erhöhen. Daher wird das Schmerzmittel nur im ersten und zweiten Drittel der Schwangerschaft empfohlen. Eine neue Studie deutet nun darauf hin, dass sich das Schmerzmittel schon zum Beginn einer Schwangerschaft schädlich auswirken könnte – und zwar auf die Fruchtbarkeit von Töchtern.

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Nehmen Frauen in den ersten drei Monaten einer Schwangerschaft das Schmerzmittel Ibuprofen ein, könnte das die Fruchtbarkeit ihrer Töchter beeinträchtigen. Diesen Schluss ziehen französische Wissenschaftler, nachdem sie Eierstockgewebe von 185 weiblichen Föten untersucht hatten. Das Gewebe wurde im Labor kultiviert und zum Teil Ibuprofen ausgesetzt, zum Teil nicht. Durch das Schmerzmittel kam es zu einem dramatischen Verlust von Keimzellen, die die Follikel bilden, aus denen sich später im Leben weibliche Eizellen entwickeln. Wie die Forscher im Fachblatt Human Reproduction berichten, starben die Keimzellen entweder ab oder vermehrten sich nicht mit der übliche Rate. Weiterhin zeigte die Studie, dass Ibuprofen bereits im ersten Schwangerschaftsdrittel die Plazentaschranke überwinden und in den Blutkreislauf des Fötus gelangen kann.

"Mädchen werden mit einer begrenzten Anzahl an Follikeln in den Eierstöcken geboren, die Einfluss auf ihre Fruchtbarkeit als Erwachsene hat", erläutert Studienleiterin Dr. Séverine Mazaud-Guittot von der Universität Rennes. Ist diese Zahl geringer als üblich, könne das die Zeit verkürzen, in der eine Frau Kinder bekommen kann, und zu einer frühen Menopause oder Unfruchtbarkeit führen. Die Entstehung der Follikel im Fötus sei am Ende des ersten Trimesters einer Schwangerschaft noch nicht vollständig abgeschlossen. Werde Ibuprofen nur kurz eingenommen, sei daher zu erwarten, dass sich die Eierstockreserven bis zu einem gewissen Grad wieder erholen könnten, so Mazaud-Guittot. Waren die Föten jedoch zwei bis sieben Tage Ibuprofen ausgesetzt, reduzierte dies den Vorrat an Keimzellen drastisch und die Eierstöcke erholten sich nicht vollständig von dem Schaden, wie die Studie zeigte.

Ob die Schlüsse, die die Studienautoren aus ihrer Arbeit an Zellkulturen ziehen, auch in der Realität zutreffen, ist noch unklar. Langzeitstudien müssten nun folgen, um das Ergebnis zu bestätigen. Generell besprechen Schwangere die Einnahme von Arzneimitteln immer vorher mit ihrem behandelnden Arzt. Das Eierstockgewebe in der Studie stammte von sieben bis zwölf Wochen alten weiblichen Föten nach einem legalen Schwangerschaftsabbruch. Die Wissenschaftler hatten es mit Zustimmung der Mütter untersucht.

HH

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