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US-Forscher vermuten Zusammenhänge zwischen Depressionen und Vorhofflimmern, einer Herzrhythmusstörung
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Mo. 26. März 2018

Fördern Depressionen Herzrhythmusstörungen?

Wissenschaftler aus den USA haben einen weiteren Hinweis gefunden, dass die Gesundheit von Seele und Herz miteinander verknüpft ist. Erste Ergebnisse ihrer Studie, die sie auf einem Kongress in den USA vorstellten, deuten auf Verbindungen zwischen Depressionen und Vorhofflimmern – einer Herzrhythmusstörung − hin.

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Hatten Studienteilnehmer bei einem Depressionstest die höchsten Werte oder nahmen sie Antidepressiva ein, lag ihr Risiko für Vorhofflimmern um mehr als 30 Prozent höher als bei den Teilnehmern, die keine solchen Medikamente einnahmen und deren Testergebnisse für Depressionen unauffällig waren. Dies berichtete Studienleiter Dr. Parveen Garg von der University of Southern California auf dem Herz-Kongress in New Orleans. Die Ergebnisse lassen Garg zufolge einen Zusammenhang zwischen Depression und Vorhofflimmern vermuten. Sollten die Ergebnisse in weiteren Studien bestätigt werden, müsse untersucht werden, ob sich durch die Behandlung von Depressionen das Risiko für die Herzrhythmusstörung verringern lasse.

Wie genau Depressionen auf das Herz wirken, können Garg und sein Team derzeit noch nicht sagen. Es sei jedoch möglich, dass zum Beispiel höhere Entzündungswerte oder erhöhte Pegel bestimmter Hormone direkt oder indirekt dafür verantwortlich sind, ob das Herz einen normalen Rhythmus beibehalten könne. Beim Vorhofflimmern schlagen die Vorhöfe des Herzens unkontrolliert, wodurch ihre Fähigkeit, Blut in die beiden Herzkammern zu treiben, beeinträchtigt ist. Staut sich Blut in den Herzvorhöfen, können sich Gerinnsel bilden und die Gefahr eines Schlaganfalls steigt an. Unbehandelt verdopple sich durch Vorhofflimmern das Risiko, an einer Herzkrankheit zu sterben und das Schlaganfallrisiko sei um das Fünffache erhöht, betonen die Forscher.

HH

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