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Die Ernährung einer Frau beeinflusst ihre Fruchtbarkeit.

Wer oft Fast Food isst und nur selten zu Obst greift, braucht offenbar länger, um schwanger zu werden.
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Fr. 04. Mai 2018

Frauen: Fast Food mindert die Fruchtbarkeit

Für Frauen mit einem unerfüllten Kinderwunsch ist es möglicherweise ratsam, ihren Speiseplan zu überdenken. Denn die Ergebnisse einer neuen Studie deuten darauf hin, dass viel Fast Food und wenig Obst die Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden, verringert.

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Frauen, die weniger Obst und mehr Fast Food essen, brauchen der Studie zufolge offenbar länger, um schwanger zu werden. "Eine gesunde Ernährung, die viel Obst enthält, und ein eingeschränkter Fast Food-Konsum verbessern die Fruchtbarkeit und verringern die Zeit, die es braucht, um schwanger zu werden", sagt Professor Claire Roberts von der University of Adelaide. Die Ergebnisse der Studie sind im Fachblatt Human Reproduction nachzulesen.

Bei Frauen, die einen Monat vor der Schwangerschaft weniger als drei Portionen Obst gegessen hatten, betrug die Dauer bis zur Empfängnis im Durchschnitt einen halben Monat länger als bei Frauen, die dreimal täglich oder häufiger Obst gegessen hatten. Für Burger, Pizza oder Pommes zeigte sich ein umgekehrter Trend: Frauen, die viermal pro Woche oder häufiger Fast Food aßen, brauchten fast einen Monat länger als Frauen, die kaum oder nie Fast Food aßen. Insgesamt brauchten Frauen mit dem geringsten Obstverzehr zudem häufiger mehr als ein Jahr, um schwanger zu werden. Das gleiche galt für Frauen, die am häufigsten Fast Food aßen.

Um herauszufinden, wie die Ernährung von Frauen ihre Fruchtbarkeit beeinflusst, hatten Hebammen in Australien, Neuseeland, Großbritannien und Irland fast 6.000 Schwangere bei ihrem ersten Besuch zu ihren Ernährungsgewohnheiten interviewt. Während der Verzehr von Obst und Fastfood einen Einfluss auf die Zeit bis zur Schwangerschaft zu haben scheint, zeichnete sich für grünes Blattgemüse oder Fisch keine Verbindung ab. Allerdings geben die Forscher zu bedenken, dass sich ihre Ergebnisse auf die Erinnerung der befragten Frauen stützen. Außerdem sei die Ernährung des Vaters oder anderen Faktoren, die sich auf die Fruchtbarkeit auswirken können, nicht berücksichtigt worden.

HH

Quelle: DOI 10.1093/humrep/dey079

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