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Einem Donut können offenbar die wenigsten Menschen widerstehen.

Bestimmten Lebensmitteln lässt sich einer neuen Studie zufolge besonders schwer widerstehen.
© YakobchukOlena - Fotolia

Mo. 09. Juli 2018

Warum ein Donut so verführerisch ist

Süßes oder Fettiges? Am liebsten beides - einen Donut zum Beispiel. Wie ein Team internationaler Wissenschaftler herausfand, wirken Nahrungsmittel, die Fette und Kohlenhydrate kombinieren, stärker auf das Belohnungssystem des Gehirns als Nahrungsmittel, die entweder nur Fette oder nur Kohlenhydrate enthalten.

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Wie aus Hirnscans hervorging, während derer sich die Studienteilnehmer Fotos von fetthaltigen, zuckerhaltigen oder fett- und zuckerhaltigen Snacks anschauten, regte die Kombination von Fett und Kohlenhydraten neuronale Reaktionswege des Belohnungszentrum besonders stark an. "Überraschenderweise scheinen Nahrungsmittel, die Fette und Kohlenhydrate enthalten, dem Gehirn ihren potenziellen Kaloriengehalt über verschiedene Mechanismen zu signalisieren", sagt Senior-Autorin Dana Small von der Yale-University. "Unsere Teilnehmer waren sehr gut darin, Kalorien von Fett einzuschätzen, aber sehr schlecht beim Schätzen von Kalorien von Kohlenhydraten." War beides kombiniert, scheint das Gehirn den energetischen Wert eines Nahrungsmittels zu überschätzen, so das Ergebnis der Studie, die im Fachblatt Cell Metabolism veröffentlicht wurde.

Dass wir Menschen den Nährwert eines Lebensmittels einschätzen können, hat evolutionäre Gründe, erklärt Small. So wisse etwa bereits eine Maus, dass sie besser nicht ins Freie laufen und sich einem möglichen Fressfeind zeigen solle, wenn das anvisierte Futter nur wenig Energie liefert. Dass Fett und Kohlenhydrate in einem Lebensmittel vereint sind, ist aus Sicht der Menschheitsgeschichte allerdings noch nicht lange der Fall. Die Wissenschaftler glauben, dass die gleichzeitige Aktivierung von Fett- und Kohlenhydrat-Signalwegen einen Effekt auslösen, mit dem die menschliche Physiologie noch nicht umgehen kann. Im Einklang mit dieser Idee stehen Ergebnisse aus Studien, die zeigen, dass Nagetiere, die nur Zugang zu Fett oder Kohlenhydraten alleine haben, ihre tägliche Kalorienzufuhr und ihr Körpergewicht gut regulieren könnten. Erhielten sie jedoch uneingeschränkten Zugang zu Fett und Kohlenhydraten, nähmen sie schnell an Gewicht zu.

HH

Quelle: DOI 10.1016/j.cmet.2018.05.018

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