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Bestimmte Oberflächen sind für Keime in Flugzeugen besonders attraktiv.

Auf Klapptischen, Armlehnen und Sitzbezügen tummeln sich Erreger besonders gern.
© demphoto - stock.adobe.com

Do. 16. August 2018

Wo sich Keime im Flugzeug am wohlsten fühlen

Mehr als vier Milliarden Fluggäste haben es sich im vergangenen Jahr in einem Flieger bequem gemacht, um von einem Ort zum anderen zu reisen – und mit ihnen eine Vielzahl von Keimen und Krankheitserregern. Materialforscher der Universität Jena haben nun herausgefunden, welche Oberflächen beliebte Treffpunkte von Erregern aus aller Welt sind.

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Wie aus ihrer Analyse von fast 800 Originalarbeiten hervorging, werden die Oberflächen in Flugzeugen von verschiedenen Arten von Mikroorganismen besiedelt. "Dabei gibt es infektiöse Hotspots wie Klapptische, Armlehnen, Sitzbezüge, Türgriffe und Toilettenspültasten", sagt Projektleiter Prof. Dr. Klaus Jandt. Über die genaue Anzahl von Mikroben gebe es allerdings relativ wenige zuverlässige Daten, obwohl es im Internet zahlreiche, zum Teil auch weniger seriöse Quellen dazu gebe.

Auch wenn nicht alle Mikroben für den Menschen gefährlich seien und viele uns sogar nutzen könnten, seien nicht alle Mikroben, die sich in Flugzeugen finden, harmlos, sagt Prof. Dr. Mathias W. Pletz vom Universitätsklinikum Jena. Damit sich niemand wegen der Mikroben im Flugzeug sorgen muss, schlagen die Wissenschaftler einen Maßnahmenkatalog vor: Angefangen damit, bei allen Beteiligten - den Flugzeugbauern, Fluggesellschaften, dem Kabinenpersonal und den Passagieren - ein Bewusstsein für das Thema zu schaffen. Hinweistafeln an den Hotspots sowie eine gründlichere und häufigere Reinigung könnten helfen, Infektionsketten in Flugzeugen zu unterbrechen.

Da die Überlebensfähigkeit und die Übertragbarkeit von Keimen auf den Menschen unter anderem auch von den Arten der Materialien und deren Oberflächeneigenschaften abhängt, könnte zudem der Einsatz von neuen antimikrobiellen Materialkonzepten, an denen die Forscher in Jena zurzeit arbeiten, eine effektive Maßnahme darstellen.

Friedrich-Schiller-Universität Jena/ HH

Quelle: DOI 10.1016/j.tmaid.2018.07.011

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