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Bewegte Freizeitaktivitäten wie Sport und Spiel helfen dabei, die Knochenmasse bis ins hohe Alter zu erhalten.

Bewegte Freizeitaktivitäten wie Sport und Spiel helfen dabei, die Knochenmasse bis ins hohe Alter zu erhalten.
© Robert Kneschke - stock.adobe.com

Mi. 22. August 2018

Erhöht Osteoporose das Risiko für Demenz?

Weltweit sind schätzungsweise 200 Millionen Frauen von Osteoporose betroffen, einer Knochenkrankheit, bei der die Knochenmasse stärker als normal abnimmt. Und auch bei Männern ist Knochenschwund nicht so selten, wie oft gedacht. Eine Studie deutet nun darauf hin, dass zwischen dem Abbau der Knochen und dem Abbau geistiger Fähigkeiten ein Zusammenhang bestehen könnte.

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Um zu überprüfen, ob Osteoporose einen Einfluss auf das Demenz-Risiko haben könnte, hatten Forscher aus Deutschland und Frankreich die Gesundheit von knapp 30.000 Patienten mit und 30.000 ohne Osteoporose aus über 1.200 Hausarztpraxen in Deutschland über 20 Jahre dokumentiert. In dieser Zeit waren 20,5 Prozent, also etwa jede fünfte der Osteoporose-Patientinnen an Demenz erkrankt im Gegensatz zu 16,4 Prozent der Frauen ohne Knochenschwund. Bei Männern zeigte sich der Zusammenhang sogar noch ein wenig deutlicher: Osteoporose ließ bei ihnen das Demenz-Risiko um das 1,3-fache ansteigen, wie die Forscher im Fachblatt Journal of Alzheimer's Disease berichten.

Warum genau zwischen der Knochenkrankheit und Demenz ein Zusammenhang bestehen könnte, ist noch unklar. Allerdings teilten sich die beiden Erkrankungen ähnliche Risikofaktoren, erläutert Louis Jacob vom Klinikum der Universität Paris V. Hierzu gehörten zum Beispiel ein niedriger Vitamin-K-Spiegel, ein Mangel an Vitamin D, hormonelle Faktoren wie Androgene oder Östrogene sowie genetische Faktoren, die den Fettstoffwechsel beeinflussen, unter anderem die Höhe des Cholesterinspiegels.

Als größte Einschränkung ihrer Ergebnisse sehen die Forscher, dass Daten zu Knochenmineraldichte und Angaben zu Risikofaktoren im Zusammenhang mit dem Lebensstil, wie Rauchen, Alkoholkonsum oder körperlicher Aktivität, fehlten. Die Stärke ihrer Arbeit liege jedoch in der großen Anzahl der zur Verfügung stehenden Patientendaten, der Studiendauer und den Daten selbst, die auf Diagnosen in Arztpraxen zurückgingen.

HH

Quelle: DOI 10.3233/JAD-180569

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