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Forscher tüfteln derzeit an einem Universal-Grippeimpfstoff.

Forscher arbeiten an einem Grippeimpfstoff, der nicht mehr jedes Jahr aufs Neue verabreicht werden muss.
© WavebreakmediaMicro - Fotolia

Do. 23. August 2018

Neuer Impfstoff könnte jährliche Grippeimpfung ablösen

Forscher haben einen neuen Impfstoff an Mäusen getestet, der gegen viele unterschiedliche Grippeviren wirkt. Weiterentwickelt könnte daraus eine Universal-Impfung entstehen, die anders als die jährliche Grippeimpfung lediglich wenige Male im Leben verabreicht werden müsste - ähnlich wie eine Tetanus-Impfung.

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Der neue Impfstoff löste bei Mäusen eine starke Antikörper-Reaktion gegenüber Grippeviren aus. Dies schützte Mäuse vor Infektionen mit unterschiedlichen Stämmen von Grippeviren, berichten Drew Weissmann von der University of Pennsylvania und Kollegen in der Fachzeitschrift Nature Communications. Sollte der neue Impfstoff bei Menschen ebenso gut wirken, seien der Entwicklung eines universellen Grippeimpfstoffs keine Grenzen gesetzt, so Weissmann.

Influenzaviren sind mit sogenannten HA-Proteinen versehen, gegen die der jährliche Impfstoff eine Antikörper-Reaktion auslöse, erläutern die Forscher. Dieser richte sich jedoch fast vollständig gegen die Kopfregion des HA-Proteins, die dazu neige, schnell zu mutieren. Außerdem würden Virenstämme, die in einer Grippesaison kursieren, in der nächsten Saison oft durch andere Stämme ersetzt. In der Folge bietet die derzeitige Grippeimpfung nur einen unvollständigen und vorübergehenden Schutz und müsse jährlich erneuert werden.

Der neue Impfstoff unterscheidet sich darin, dass er innerhalb einer Zelle eine Grippeinfektion besser nachahme und eine sehr starke, schützende Antikörperreaktion auslöse, erklären die Forscher. Die Abwehrreaktion richte sich dabei nicht nur gegen die Kopfregion des Proteins, sondern auch gegen den Stiel. Weil sich diese Region von einem Grippe-Subtyp zum anderen nicht stark unterscheide, sei sie ein bevorzugtes Ziel für die Herstellung eines Universal-Impfstoffs.

HH

Quelle: DOI 10.1038/s41467-018-05482-0

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