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Cannabis könnte bei Psychosen helfen.

Psychosen sorgen für schwerwiegende Symptome: Einige Patienten hören Stimmen, fühlen sich verfolgt oder sehen Dinge, die gar nicht da sind.
© Petro Feketa - Fotolia.com

Fr. 31. August 2018

Cannabidiol könnte Psychose-Symptome lindern

Eine Psychose mit Cannabis lindern? Das klingt zunächst abwegig, ist es aber offenbar nicht: Britische Forscher haben herausgefunden, dass Cannabidiol (CBD), ein Inhaltsstoff der Cannabispflanze, Veränderungen der Hirnfunktion verringert, die bei Menschen mit einer Psychose auftreten.

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Die Studie liefere einen ersten Hinweis darauf, wie Cannabidiol im Gehirn wirkt und psychotische Symptome verringere, sagen Dr. Sagnik Bhattacharyya und Kollegen vom King's College London, Großbritannien. Sie hatten drei spezielle Hirnregionen untersucht, während die Studienteilnehmer Gedächtnisaufgaben durchführten. Wie erwartet, wich die Hirnaktivität in diesen Regionen bei Teilnehmern mit erhöhtem Psychose-Risiko von normalen Werten ab. Mit Cannabidiol war diese Abweichung jedoch weniger stark als bei Teilnehmern, die ein Placebo erhalten hatten, berichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift JAMA Psychiatry. Dies deutet darauf hin, dass Cannabidiol dabei helfen könne, die Hirnaktivität in diesen drei Regionen des Gehirns zu normalisieren.

Die wichtigste Behandlungsmöglichkeit für Menschen mit Psychosen seien derzeit Medikamente, die erstmals in den 1950er Jahren entdeckt wurden und leider nicht bei jedem wirkten, sagt Bhattacharyya. Schätzungen gingen dahin, dass allein in England über 15.000 Menschen jährlich frühe Symptome einer Psychose zeigten. Da klassische Antipsychotika mit schweren Nebenwirkungen einhergehen können, werden sie bei Menschen mit erhöhtem Risiko aber ohne schwere Symptome selten eingesetzt. "Es gibt einen dringenden Bedarf an sicheren Behandlungsmöglichkeiten für junge Menschen mit Psychose-Risiko", sagt Bhattacharyya. Cannabidiol könnte ein solcher Kandidat sein, so die Hoffnung der Forscher. Der Effekt müsse jedoch in großen Studien noch weiter untersucht werden. Für die vorliegende Arbeit wurden 33 jungen Menschen mit psychotischen Symptomen und 19 gesunde Menschen untersucht.

HH

Quelle: DOI https://doi.org/XYX

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