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Frauen warten nach einer Schwangerschaft am besten mindestens ein Jahr, bevor sie erneut schwanger werden.

Nach einer Schwangerschaft und Geburt braucht der Körper einer Frau Zeit, um sich wieder zu erholen.
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Fr. 02. November 2018

Schnell wieder schwanger? Das birgt Risiken

Werden Frauen nach einer Geburt schnell wieder schwanger, birgt das Risiken für die Mutter und ungeborene Kind. Einer aktuellen Untersuchung zufolge liegen zwischen Geburt und erneuter Schwangerschaft am besten 12 bis 18 Monate. Ältere Frauen, die sich mehrere Kinder wünschen, wollen jedoch oft nicht so lange warten.

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Eine Schwangerschaft und eine Geburt sind für den Körper einer Frau immer eine Belastung. Eine aktuelle Studie von Forschern der Harvard School of Public Health zeigt nun: Bei einem Abstand unter zwölf Monaten zwischen Geburt und nächster Schwangerschaft bestehen in allen Lebensaltern Risiken, bei jüngeren Frauen eher für das Kind und bei älteren Frauen eher für die Mutter. Das berichten die Forscher um Laura Schummers im Fachjournal "JAMA Internal Medicine".

Bei Über-35-Jährigen, die sechs Monate nach der Geburt wieder schwanger wurden, fanden die Forscher ein 1,2-prozentiges Risiko (12 Fälle pro 1000 Schwangerschaften) für schwerwiegende Komplikationen wie Beatmungspflicht, Notwendigkeit von Bluttransfusionen, Aufenthalt auf der Intensivstation, Organversagen oder Tod. Warteten die Frauen 18 Monate bis zur nächsten Empfängnis, sank das Risiko auf 0,5 Prozent (5 Fälle pro 1000 Schwangerschaften).

Bei jüngeren Frauen zwischen 20 und 34 betrug das Risiko einer spontanen Frühgeburt vor der 37. Schwangerschaftswoche 8,5 Prozent, wenn zwischen den Schwangerschaften lediglich sechs Monate vergangen waren (85 Fälle pro 1000 Schwangerschaften). Warteten Frauen dieser Altersgruppe 18 Monate oder länger bis zur nächsten Schwangerschaft, sank das Risiko auf 3,7 Prozent (37 Fälle pro 1000 Schwangerschaften). Für die Studie werteten die Forscher Daten von 148.544 Einlingsschwangerschaften in der kanadischen Provinz British Columbia aus den Jahren 2004 bis 2014 aus.

am/PZ/NK

Quelle: DOI 10.1001/jamainternmed.2018.4696

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