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Rotes Fleisch erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Forscher haben herausgefunden, wieso rotes Fleisch das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle erhöht.
© puhhha - stock.adobe.com

Di. 11. Dezember 2018

Darmbakterien verstoffwechseln rotes Fleisch zu herzschädigenden Stoffen

Der regelmäßige Verzehr von rotem Fleisch erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Warum das so ist, haben Wissenschaftler aus Cleveland nun herausgefunden: Darmbakterien wandeln Bestandteile aus rotem Fleisch in Stoffwechselendprodukte um, die das Herz schädigen.

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Gleich zwei neue Studien von Forschern der Cleveland Clinic in Ohio zeigen, dass Stoffwechselprodukte, die von Darmbakterien aus rotem Fleisch gebildet werden, das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen steigern. In einer von ihnen wurden 113 Personen in drei Gruppen aufgeteilt, deren Speiseplan für vier Wochen entweder rotes, weißes oder gar kein Fleisch enthielt. Nach dieser Diät fanden sich bei den Personen, die viel rotes Fleisch gegessen hatten, drei- bis zehnfach mehr schädliche Endprodukte im Blut und Urin der Studienteilnehmer. Zudem beobachteten die Forscher, dass die Nierenfunktion durch die Ernährung beeinflusst wurde: "Dies ist die erste Studie, die zeigt, dass die Ernährung beeinflusst, wie effektiv die Nieren verschiedene Verbindungen ausscheiden – außer Salz und Wasser", sagte Studienautor Dr. Stanley Hazen. Nach dem Verzicht auf rotes Fleisch normalisierte sich der Spiegel der herzschädigenden Stoffe bei den Teilnehmern binnen eines Monats wieder.

In der zweiten Studie kamen die Wissenschaftler der Sache weiter auf die Spur: Sie fanden heraus, dass der Nährstoff Carnitin, der in großen Mengen in rotem Fleisch vorkommt, von zwei verschiedenen Bakterienarten im Darm nacheinander zu einem herzschädigenden Stoffwechselprodukt umgewandelt wird. Der erste Schritt läuft bei Vegetariern und Fleischessern in identischem Maße ab, der zweite jedoch verstärkt bei Menschen, die Fleisch essen. Wenn Veganer und Vegetarier zusätzlich Carnitin erhielten, nahm auch bei ihnen die Aktivität des zweiten Umwandlungsschritts nach und nach zu.

Hazen blickt positiv in die Zukunft: "Nun können wir möglicherweise Therapien entwickeln, um diesen neu entdeckten Mechanismus vor der Entstehung und dem Fortschreiten von Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu unterbrechen."

ZOU

Quellen:

DOI 10.1093/eurheartj/ehy799

DOI 10.1172/JCI94601


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