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Zitrusfrüchte, die es gerade im Winter bei uns reichlich gibt, schmecken gut und enthalten Vitamin C.

Zitrusfrüchte, die es gerade im Winter bei uns reichlich gibt, schmecken gut und enthalten Vitamin C.
© Rafael Ben-Ari - stock.adobe.com

Fr. 04. Januar 2019

Beim metabolischen Syndrom braucht der Körper mehr Vitamin C

Forscher der Oregon-State-Universität sind der Meinung, dass eine höhere Zufuhr an Vitamin C für Menschen mit dem metabolischen Syndrom von entscheidender Bedeutung ist und die gesundheitlichen Probleme stoppen kann. Sie raten zu fünf bis zehn Portionen Obst und Gemüse täglich.

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Eine Ernährung, die reich an gesättigten Fetten ist, führt zu leichten chronischen Entzündungsreaktionen, die eine Entstehung des metabolischen Syndroms begünstigen. Neuen Forschungsergebnissen zufolge, die im Fachblatt Redox Biology veröffentlicht wurden, verändert diese Ernährungsweise die Bakterienzusammensetzung im Darm. Dadurch werden vermehrt Stoffe ins Blut abgegeben, die zu einem Vitamin-C-Mangel führen. Das wiederum beeinträchtigt die Wirkung von Vitamin E. Vitamin C und E werden jedoch für die Abwehr der ernährungsbedingten Entzündung benötigt.

"Wenn zu viel Fett in der Ernährung enthalten ist, führt dies zu einer Schädigung des Darms", sagt Prof. Maret Traber von der Oregon-State-Universität. "Bakterienzellwände können dann vom Darm in den Blutkreislauf gelangen, wo sie von Neutrophilen verfolgt werden." Neutrophile sind weiße Blutkörperchen, die Bakterien bekämpfen. Dabei zerstören sie jedoch auch Vitamin C. Traber erläutert: "Der Körper zerstört seinen eigenen Schutz, weil er durch das Ungleichgewicht in der Darmflora dazu verleitet wurde, zu glauben, dass es eine bakterielle Invasion gibt."

Vitamin C kommt in frischem Gemüse und Obst vor. Vitamin E-Quellen umfassen Mandeln, Weizenkeime und verschiedene Samen und Öle. Traber rät dazu, fünf bis zehn Portionen Obst und Gemüse täglich zu sich zu nehmen. Damit erhält der Körper ausreichend Ballaststoffe und Vitamin C.

Beim metabolischen Syndrom liegen drei der folgenden vier Faktoren vor: Bauchbetontes Übergewicht, Bluthochdruck, Fett- und Glukosestoffwechselstörung. Es ist mit Typ-2-Diabetes, Fettleber, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Demenz assoziiert.

ZOU

Quelle: DOI 10.1016/j.redox.2018.101091

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