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Auch Männer können den Verlauf einer Schwangerschaft beeinflussen.

Auch Männer tragen ihren Teil dazu bei, wie eine Schwangerschaft verläuft.
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Mi. 09. Januar 2019

Spermienqualität erhöht Risiko für Fehlgeburt

Fehlgeburten hängen offenbar nicht nur mit der Gesundheit der Mutter zusammen, sondern auch mit der Spermienqualität des Partners: Bei Männern, deren Frauen wiederholt Fehlgeburten erlitten hatten, waren die Spermien weniger beweglich und hatten häufiger Schäden im Erbgut.

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Spermien von Männern, deren Frauen mehrfach Fehlgeburten hatten, wiesen etwa doppelt so viele Schäden in ihrer DNA auf als Männer in der Kontrollgruppe, deren Partnerinnen keine Fehlgeburten erlitten hatten. Diese Schäden könnten durch aggressive Moleküle hervorgerufen worden sein, die normalerweise der Abwehr von Infektionen und Bakterien dienen: Sie waren bei den Männern der Testgruppe in vierfach höherer Konzentration vorhanden. Studienautor Dr. Channa Jayasena vom Imperial College London sagt: "Obwohl keiner der Männer in der Studie an einer akuten Infektion litt, wie etwa Chlamydien, von denen wir wissen, dass sie die Spermiengesundheit beeinträchtigen können, ist es möglich, dass Bakterien aus vorangegangenen Infektionen in der Prostata verweilen. Das könnte zu dauerhaft hohen Mengen an reaktiven Sauerstoffspezies führen."

Die Ergebnisse tragen zu einer wachsenden Zahl von Hinweisen bei, die darauf schließen lassen, dass auch die Spermien den Verlauf einer Schwangerschaft bestimmen. Andere Studien haben beispielsweise ergeben, dass sie eine wichtige Rolle für die Bildung der Plazenta spielen, die entscheidend für die Sauerstoff- und Nährstoffversorgung des Fötus ist.

Für die Studie wurde die Spermienqualität von 50 Männern, deren Frauen drei oder mehr Fehlgeburten erlitten hatten, mit der von 60 Männern verglichen, bei deren Frauen die Schwangerschaften problemlos verlaufen waren. Die Männer der Testgruppe waren mit durchschnittlich 37 Jahren etwas älter als die der Kontrollgruppe mit durchschnittlich 30 Jahren. Auch hatten sie etwas mehr Übergewicht als die Männer in der Kontrollgruppe.

ZOU

Quelle: DOI 10.1373/clinchem.2018.289348

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