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Instagram-Fotos wirken sich offenbar direkt auf die Essgewohnheiten von Kindern aus.

Fotos von Snacks und Mahlzeiten in sozialen Netzwerken: Vor allem Kinder und Jugendliche lassen sich davon beeinflussen.
© rawpixel.com

Do. 07. Februar 2019

Ungesunde Ernährung wegen Social Media?

Für Kinder und Jugendliche haben soziale Medien wie Instagram & Co eine große Bedeutung. Viele folgen bekannten Bloggern, die häufig Fotos aus Restaurants und Cafés teilen. Wissenschaftler haben festgestellt, dass sich solche Bilder direkt auf das Ernährungsverhalten von Teenagern auswirken: Wer auf solchen Webseiten ungesunde Snacks sieht, verzehrt anschließend auch mehr davon.

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Kinder und Jugendliche, die auf einer Instagram-Seite Bilder von prominenten Bloggern zusammen mit ungesunden Snacks gesehen hatten, konsumierten anschließend 26 Prozent mehr Kalorien – davon 32 Prozent mehr aus ungesunden Zwischenmahlzeiten – im Vergleich zu Kindern, die ihre Idole auf Bildern zusammen mit Non-Food-Produkten oder gesunden Nahrungsmitteln gesehen hatten. Das berichten Anna Coates und Kollegen von der Universität in Liverpool.

"Die Ergebnisse deuten an, dass Werbung für ungesunde Lebensmittel auf Instagram-Seiten unmittelbar die Energieaufnahme von Kindern erhöht. Junge Menschen vertrauen Bloggern stärker als Prominenten, deshalb sind ihre Aussagen möglicherweise wirkungsvoller", sagt Coates.

Für die Studie wurden 176 Teenager und Kinder im Alter zwischen neun und elf Jahren zufällig in drei gleich große Gruppen aufgeteilt. Ihnen wurden für die Studie extra erstellte, aber realistische Instagram-Seiten von populären Bloggern gezeigt. Eine Gruppe sah Bilder der Blogger mit ungesunden Snacks, die zweite Gruppe mit gesunden Mahlzeiten und die dritte Gruppe mit Non-Food-Produkten. Anschließend wurden die Zwischenmahlzeiten der Teilnehmer in Menge und Qualität beobachtet.

Laut einem kürzlich veröffentlichten Bericht der britischen Medienaufsichtsbehörde sind 93 Prozent der 8- bis 11-Jährigen online, unter den 12- bis 15-Jährigen sind es sogar 99 Prozent.

ZOU

Quelle: DOI 10.1542/peds.2018-2554

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