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Die Erreger des Tripper werden immer häufiger resistent gegen Antibiotika.

Kondome reduzieren das Risiko einer Ansteckung mit Tripper erheblich.
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Fr. 08. März 2019

Tripper: Wenn Antibiotika versagen

Tripper ist in Europa die zweithäufigste sexuell übertragbare Infektionskrankheit. Besorgniserregend ist, dass in immer mehr Ländern resistente Erreger gefunden wurden, gegen die gängige Antibiotika nicht mehr helfen.

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Aktuellen Ergebnissen zufolge zeigen der Erreger des Trippers, sogenannte Gonokokken, häufig eine Resistenz gegen Azithromycin. Dieses Antibiotikum ist ein wichtiger Teil der Therapie für Tripper, die üblicherweise mit einer Kombination aus Ceftriaxon oder Cefixim und Azithromycin behandelt wird. Das berichtet das European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC) in einer aktuellen Pressemitteilung.

Im Jahr 2017 wurden 3.248 Erreger aus 27 Ländern der EU/EWR-Staaten auf Antibiotikaresistenzen getestet. Die Auswertung ergab jetzt, dass die Resistenzen gegen Cefixim, Ceftriaxon und Azithromycin gegenüber 2016 stabil geblieben sind: Bei Ceftriaxon wurden weiterhin keine Resistenzen beobachtet. Bei Cefixim (1,9 Prozent) und Azithromycin (7,5 Prozent) blieb die Rate fast unverändert. Jedoch stieg die Anzahl der Länder an, in denen resistente Bakterien gemeldet wurden.

"Die Tatsache, dass wir in zwei aufeinander folgenden Jahren keine Ceftriaxon-Resistenz unter den getesteten Isolaten gesehen haben, ist vielversprechend. Gleichzeitig ist die anhaltende Resistenz gegenüber Azithromycin in ganz Europa ein großes Problem für uns, da die empfohlene duale Therapie mit Ceftriaxon und Azithromycin beeinträchtigt wird", erklärt ECDC-Experte Gianfranco Spiteri. "Wenn die gängigen Antibiotika aufgrund von Resistenzen aufhören zu wirken, haben wir nur noch sehr wenige Alternativen, um Tripper erfolgreich zu behandeln."

Das ECDC will noch in diesem Jahr einen überarbeiteten regionalen Reaktionsplan zur Bekämpfung von multiresistenten Gonokokken veröffentlichen.

ZOU

Quelle: Gonococcal antimicrobial susceptibility surveillance in Europe, 2017

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