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Forscher suchen nach alternativen Behandlungen für das Colitis ulcerosa.

Nicht bei allen Patienten, die unter chronisch entzündlichen Darmerkrankungen leiden, schlagen die gängigen Behandlungen an.
© colourbox.de/twinsterphoto

Mo. 11. März 2019

Darmentzündung: Neue Therapiemethode entdeckt

Forscher haben ein Gen entdeckt, das bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen wie Colitis ulcerosa und Morbus Crohn aktiviert wird. Die Aktivität dieses Gens zu hemmen, könnte besonders Personen mit schweren und therapieresistenten Erkrankungen helfen.

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Das Gen namens SERPIN-1 ist besonders aktiv bei Menschen mit schweren chronisch entzündlichen Darmerkrankungen, die nicht auf Arzneimittel reagieren, die das Immunsystem unterdrücken. Auch bei Mäusen, bei denen eine Darmerkrankung künstlich hervorgerufen wurde, war dieses Gen besonders aktiv. Es ließ sich durch eine Behandlung mit der Substanz MDI-2268 hemmen, woraufhin die Entzündung deutlich zurückging. Dies berichten Forscher der Washington University School of Medicine in St. Louis im Fachblatt Science Translational Medicine Logo.

"Es gibt ein großes Interesse an neuartigen Therapieansätzen für chronisch entzündliche Darmerkrankungen wie Colitis ulcerosa, weil die Hemmung entzündlicher Botenstoffe nicht bei allen Patienten funktioniert", sagte Thaddeus S. Stappenbeck, Professor für Labor- und genomische Medizin. "Wir haben ein einzigartiges Ziel gefunden, dessen Blockierung aber die Entzündung und Krankheitssymptome zumindest bei Mäusen verringert. Wenn weitere Untersuchungen unsere Ergebnisse bestätigen, denken wir, dass diese Behandlung für viele Patienten hilfreich wäre."

Menschen mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen leiden häufig an schweren Bauchschmerzen, Durchfall und in schweren Fällen auch rektalen Blutungen. Nicht bei allen Patienten schlagen bisher gängige Behandlungen an.

Um Gene zu finden, die bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen eine Rolle spielen, haben die Forscher 1800 Darmbiopsien aus verschiedenen Studien analysiert, in denen kranke mit gesunden Menschen verglichen worden waren.

ZOU

Quelle: DOI 10.1126/scitranslmed.aat0852

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