Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Entzündungen gefährden die Psyche

Aktuelles

Chronisch-entzündliche Krankheiten gehen mit einem höheren Risiko für psychische Leiden einher.

Junge Menschen, die an einer Autoimmunerkrankung leiden, sind auch anfälliger für psychische Leiden.
© shutterstock

Fr. 29. März 2019

Entzündliche Krankheiten gefährden auch die Psyche

Menschen, die an chronisch-entzündlichen Erkrankungen leiden, haben ein höheres Risiko für Depressionen und Angststörungen. Jüngere Personen, die vor dem 40. Lebensjahr erkranken, sind besonders gefährdet.

Anzeige

Patienten mit entzündlichen Erkrankungen wie schwerer Schuppenflechte oder anderen Autoimmunerkrankungen leiden deutlich häufiger an Depressionen oder Angststörungen: Ihr Risiko war 16 Prozent höher als das einer Kontrollgruppe. Dabei waren jüngere Patienten bis 40 Jahre stärker gefährdet.

"Wichtig ist, dass Patienten mit einem jüngeren Alter bei Beginn der entzündlichen Erkrankung das höchste Risiko für die Entwicklung von Depressionen oder Angststörungen hatten", sagt Dr. Alexandru Dregan vom King's College London. Das bedeute, dass Ärtzte bei den ersten Symptomen einer Depression oder von Angstzuständen bei Patienten mit entzündlichen Erkrankungen wachsam sein sollten.

Dregan und seine Kollegen werteten die Daten von 180.163 Erwachsenen aus, bei denen seit 2001 erstmals Entzündungskrankheiten wie Psoriasis, Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa, rheumatoide Arthritis, systemischer Lupus erythematodes, ankylosierende Spondylitis oder systemische Vaskulitis diagnostiziert wurden und die zum Zeitpunkt der Diagnose keine Angstzustände oder Depressionen hatten. Sie beobachteten das Auftreten von psychischen Erkrankungen bei diesen Patienten über durchschnittlich vier Jahre.

ZOU

Quelle: DOI 10.1136/annrheumdis-2018-214676

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen