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Vitamin A könnte vor Hautkrebs schützen.

Unser Körper kann Vitamin A nicht selbst herstellen, deswegen müssen wir es regelmäßig über die Nahrung aufnehmen.
© iStock.com/nensuria

Mo. 05. August 2019

Weniger Hautkrebs durch Vitamin A

Menschen, die vor allem durch den Verzehr von Obst und Gemüse viel Vitamin A aufnehmen, hatten nach Angaben von Forschern der Brown University in Rhode Island ein um 17 Prozent geringeres Risiko, an Hautkrebs zu erkranken. Die Forscher warnen aber vor einer Überdosierung durch Nahrungsergänzungsmittel.

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Durch die Analyse von Daten aus zwei großen Langzeitbeobachtungsstudien haben die Wissenschaftler festgestellt, dass das Plattenepithelkarzinom der Haut, die zweithäufigste Form von Hautkrebs, seltener bei Personen auftritt, die viel Vitamin A mit der Nahrung zu sich nehmen. Sie hatten die Studienteilnehmer entsprechend der Zufuhr von Vitamin A in fünf Gruppen eingeteilt. Der Vergleich von Personen aus den Gruppen mit der höchsten und der geringsten Aufnahme ergab, dass die Wahrscheinlichkeit für Hautkrebs bei einer hohen Vitamin A-Zufuhr um 17 Prozent geringer war. Der Großteil des Vitamin A aus der Ernährung der Teilnehmer stammte aus Obst und Gemüse, nicht aus tierischen Lebensmitteln oder Vitaminzusätzen.

"Unsere Studie ist ein weiterer Grund, im Rahmen einer gesunden Ernährung viel Obst und Gemüse zu sich zu nehmen", sagte Eunyoung Cho, Professorin für Dermatologie und Epidemiologie. "Hautkrebs, einschließlich Plattenepithelkarzinomen, ist schwer zu verhindern. Diese Studie legt aber nahe, dass eine gesunde, Vitamin A-reiche Ernährung neben dem Auftragen von Sonnenschutzmittel und einer geringeren Sonnenexposition, helfen kann, das Risiko zu minimieren."

Zu pflanzlichen Vitamin-A-Quellen zählen Karotten, Süßkartoffeln, grünes Blattgemüse, Aprikosen und Cantaloupe-Melonen. Milch, einige Fischarten und Leber sind reich an tierischem Vitamin A. Cho wies jedoch darauf hin, dass zu viel Vitamin A - insbesondere aus Nahrungsergänzungsmitteln und tierischen Quellen - zu Übelkeit, Lebertoxizität, erhöhtem Osteoporose- und Hüftfrakturrisiko und Geburtsfehlern führen kann. Die Nebenwirkungen eines hohen Gehalts an pflanzlichem Vitamin A seien dagegen minimal.

ZOU

Quelle: DOI 10.1001/jamadermatol.2019.1937

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