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Forscher haben herausgefunden, wie Heilpflanzen den Blutdruck senken.

Lavendel ist bekannt für seine entspannende und schlaffördernde Wirkung. Auch auf den Blutdruck hat die Heilpflanze einen positiven Effekt.
© Pixabay, Pexels

Mo. 07. Oktober 2019

Wie Heilpflanzen den Blutdruck senken

Forscher der Universität Kalifornien haben den Mechanismus aufgedeckt, wie Lavendel, Fenchelsamen und Kamille den Blutdruck senken. Obwohl diese Heilpflanzen schon seit langem in der Volksmedizin zur Blutdrucksenkung eingesetzt werden, wusste man bisher nicht, wie sie genau wirken.

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Die aktuelle Studie zeigt, dass viele traditionelle Heilkräuter, die zur Blutdrucksenkung eingesetzt werden, einen bestimmten Kaliumkanal (KCNQ5) in Blutgefäßen aktivieren. Dies führt zur Lockerung der Muskulatur in den Blutgefäßen, so dass der Blutdruck sinkt – ein Effekt, der bislang unentdeckt geblieben war, obwohl manche Heilkräuter seit Jahrtausenden bei Bluthochdruck verwendet werden. Das berichten die Forscher im Fachblatt Proceedings of the National Academy of Sciences. Die Wissenschaftler haben diese Wirkung bei Lavendel, Fenchelsamen und Kamille gefunden. Der neu entdeckte Mechanismus könnte nun die Entwicklung einer Reihe neuer Medikamente gegen Bluthochdruck anschieben.

Unsere Vorfahren verwendeten pflanzliche Arzneimittel schon früh in der Menschheitsgeschichte: DNA-Funde belegen, dass schon die Neandertaler vor 48.000 Jahren Pflanzen für medizinische Zwecke konsumiert haben. 800.000 Jahre alte archäologische Funde sprechen dafür, dass auch der Homo erectus, der erste Frühmensch, Pflanzen nicht nur als Nahrung verwendet hat.

ZOU

Quelle: DOI 10.1073/pnas.1907511116

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