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Fettablagerungen in der Lunge sind möglicherweise der Grund für Asthmasymptome bei Übergewichtigen

Asthma gehört zu den häufigsten chronischen Krankheiten weltweit.
© Ljupco Smokovski - Fotolia

Di. 22. Oktober 2019

Fettansammlung in der Lunge begünstigt Asthma

Dass Fettansammlungen in Blutgefäßen das Risiko für Herzprobleme erhöhen, ist bekannt. Jetzt haben australische Wissenschaftler herausgefunden, dass ähnliche Ablagerungen auch in der Lunge auftreten können - und dies könnte ein Grund dafür sein, dass Asthma bei Übergewichtigen häufiger auftritt.

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Bisher nahm man an, dass Asthma und obstruktive Lungenerkrankungen bei Übergewicht durch entzündliche Vorgänge oder zusätzlichen Druck auf die Lunge verursacht werden. Gewebeuntersuchungen zeigten nun, dass auch Fettablagerungen eine Rolle für die Entstehung dieser Krankheiten spielen könnten.

Die Forscher haben Lungengewebeproben von 52 Verstorbenen mit und ohne Asthma untersucht und waren überrascht, in den Wänden der Atemwege Fettzellen zu finden. Die Ansammlungen standen mit dem BMI der Personen im Zusammenhang – ein höheres Körpergewicht bedeutete mehr Fett in der Lunge.

"Wir haben festgestellt, dass sich überschüssiges Fett in den Atemwegswänden ansammelt, wo es Platz einnimmt und die Entzündung in der Lunge zu verstärken scheint", sagte der Physiologe Peter Noble von der Universität von Westaustralien. "Wir glauben, dass dies zu einer Verdickung der Atemwege führt, die den Luftstrom in und aus der Lunge einschränkt und zumindest teilweise das Auftreten von Asthmasymptomen erklären könnte."

Wie die Fetteinlagerungen in den Atemwegen entstehen und ob sie sich durch eine Gewichtsabnahme verringern lassen, weiß man aber noch nicht. Dies sind Fragen, die nun in umfassenderen Untersuchungen geklärt werden sollen.

ZOU

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