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Der Alterungsprozess verläuft offenbar nicht gleichförmig.

Eine neue Studie zeigt, dass der Alterungsprozess offenbar nicht langsam und gleichmäßig vonstattengeht.
© Yuri Arcurs - Fotolia

Mi. 11. Dezember 2019

Mit 34, 60 und 78 Jahren: Körper altert in drei Phasen

Wir altern nicht mit gleichmäßiger Geschwindigkeit, wie Forscher der Standford Universität in Kalifornien durch die Analyse von Blutproben herausgefunden haben: Im Laufe des Lebens gibt es drei Phasen, in denen sich besonders viele Veränderungen zeigen. Daran könnten Ärzte zukünftig ablesen, ob ein normaler Alterungsprozess vorliegt.

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Untersuchungen von mehr als 4.200 Menschen zwischen 18 bis 95 Jahren zeigten, dass sich die Zusammensetzung ihres Blutes mit durchschnittlich 34, 60 und 78 Jahren besonders stark veränderte. Das bedeutet, dass Altern kein langer, kontinuierlicher Prozess ist, der das ganze Leben lang mit gleichmäßiger Geschwindigkeit abläuft: "Wir konnten wellenförmige Veränderungen während der menschlichen Lebensdauer feststellen", schreiben die Forscher in ihrem Artikel in der Fachzeitschrift Nature Medicine.

Alterungsprozess verläuft in Wellen

Das Team analysierte in jeder der Blutproben rund 3.000 verschiedene Eiweißstoffe und stellte fest, dass 1.379 davon mit dem Alter variieren. Die Ergebnisse könnten helfen, den Alterungsprozess besser zu verstehen und damit altersbedingte Krankheiten wie Alzheimer oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen besser zu bekämpfen. "Die Spiegel vieler verschiedener Proteine - etwa ein Drittel aller von uns untersuchten - ändern sich mit zunehmendem Alter merklich", schreiben die Wissenschaftler.

Indem die Forscher die Muster von 373 Eiweißstoffen analysierten, konnten sie das Alter einer Person auf etwa drei Jahre genau vorhersagen. Wenn sie ein zu junges Alter schätzten, dann war die betreffende Person in der Regel für ihr Alter sehr gesund. Es stellte sich auch heraus, dass Männer und Frauen unterschiedlich altern: Bei fast zwei Drittel der Proteine, die sich mit dem Alter veränderten, waren die Effekte bei einem der Geschlechter ausgeprägter.

ZOU

Quelle: DOI 10.1038/s41591-019-0673-2

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